Wehdemer Wilhelm Nolte feiert heute seinen 90. Geburtstag mit vielen Gratulanten

Täglich 30 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren

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Nicht rauchen und immer viel in Bewegung bleiben, lautet Wilhelm Noltes Geheimnis für ein langes Leben. Er feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Wehdem - „Viele wollen mir gar nicht glauben, dass ich schon 90 werde“, sagt Wilhelm Nolte. Der muntere Wehdemer feiert heute seinen runden Geburtstag. Das Licht der Welt erblickte er am 1. Februar 1926 in Westrup als einziger Sohn von Heinrich und Wilhelmine Nolte, geborene Becker.

Die ersten Jahre verbrachte Nolte in Westrup, 1937 zog die kleine Familie auf den geerbten Hof der Mutter nach Wehdem. In beiden Orten besuchte Nolte die Volksschule, nach dem Pflichtjahr im Landdienst arbeitete er im Büro der Landwirtschaftsschule in Wehdem.

Als Wehrdienstleistender verbrachte er einige Zeit in Lübbecke, musste sich dort aber schweren Kieferoperationen unterziehen. Anfang 1945 wurde er zum Arbeitsdienst nach Münster eingezogen und kehrte im Juni des Jahres unversehrt in seine Heimat zurück. 1946 trat er eine Schuhmacherlehre bei Heinrich Brunsewicker in Wehdem an und arbeitete anschließend bei seinem Vater in der Schuhmacherwerkstatt mit.

1952 lernte Nolte beim Brockumer Markt seine Frau Ilse, geborene Gefe kennen, im Oktober 1953 läuteten die Hochzeitglocken. Vier Jahre später kam der einzige Sohn Gerhard zur Welt. Der Jubilar hatte inzwischen bei der Post Arbeit gefunden, war als Zusteller und am Schalter in verschiedenen Filialen in Stemwede tätig. „Ich bin in der Zeit wohl in jedem Haus rund um den Berg gewesen“, erinnert sich der rüstige Rentner. Täglich habe er rund 30 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, um den Stemwedern ihre Post zu bringen.

Gerne erinnert sich Nolte an herrliche Urlaubsfahrten mit seiner Frau Ilse, die im April 2015 verstorben ist. „Wir waren in Rom und Paris, in Norwegen, Dänemark, Bayern und in Tschechien – wir haben immer viel gemeinsam unternommen“, blickt Nolte zurück.

Auch heute noch ist der muntere Jubilar aktiv, ist seit 70 Jahren Mitglied in der Feuerwehr, seit 65 Jahren im Schützenverein und dem Sozialverband. Zu Hause versorgt er seine Hühner, stellt Nistkästen, Vogelhäuser und Reisigbesen her.

Gefeiert wird der besondere Geburtstag heute mit Freunden, Nachbarn und der Familie. Dazu gehören Sohn Gerhard mit Frau Elisabeth, die 33-jährige Enkelin Carolin, die mit Torsten Probst in Münster wohnt und Nolte in den kommenden Wochen zum Urgroßvater machen wird, sowie Enkelin Andrea (31), die mit ihrem Mann Benjamin in Lübbecke lebt.

„Ich will noch 100 werden“, antwortet Nolte spontan auf die Frage, die alle interessiert. „Wie wird man so alt?“ Er habe fast nie geraucht und immer viel Bewegung gehabt. „Bei der Post gab es ja damals nur das Fahrrad, um die Post von Haus zu Haus zu bringen“, betont der fröhliche Jubilar.

hm

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