Erste Sternwanderung im Stemweder Berg mit vielen Aktionen bei idealem Wetter

Wanderfreunde erobern die Wilhelmshöhe

Nacheinander trudelten die Wandertrupps in den Mittagsstunden auf dem Gelände an der Wilhelmshöhe in Haldem ein. Zuvor waren sie von verschiedenen Punkten rund um den Stemweder Berg gestartet. - Foto: Mühlke

Haldem - Ideale Wetterbedingungen für eine Wanderung lockten am Sonntag zahlreiche Wanderfreunde rund um den Stemweder Berg in die Natur. Von verschiedenen Startpunkten aus eroberten die Ausflügler das Waldgebiet des Berges und am Ende dann die Haldemer Wilhelmshöhe. Am Ziel angekommen, erwartete die Wanderer ein buntes Programm unter dem Motto „Natur trifft Kultur“ mit vielen Informationen rund um Stemwedes Naturlandschaft.

Mit der großen Resonanz hatte das Organisationsteam in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet, verrieten die Verantwortlichen. Neben den geführten Wandergruppen aus Lemförde, Quernheim, Brockum, Oppendorf, Wehdem, Westrup, Arrenkamp, Haldem und Stemshorn waren viele Ausflügler direkt zum Ziel gekommen, um dort zu verweilen, einen herrlichen Ausblick zu genießen, sich zu stärken und sich an den zahlreichen Ständen über verschiedene Naturthemen zu informieren.

Wie viele Besucher wirklich gekommen waren, konnten die Akteure nicht genau sagen, da es „über den Tag verteilt ein ständiges Kommen und Gehen war und viele eben auf eigene Faust gewandert sind“, meinte Heimatvereinsvorsitzende Sabine Denker. Aber zwischen 250 und 300 Wanderer dürften es groben Schätzungen zufolge wohl gewesen sein.

„Wir wollten mit der Sternwanderung eine alte Tradition aufleben lassen“, sagte Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier bei der Begrüßung am Berggasthof Wilhelmshöhe am Mittag. Vor gut einem Jahr hätte Arrenkamps Ortsheimatpflegerin Inge Uetrecht die Idee zu der Veranstaltung gehabt. Sie und ihre Mitstreiter zeigten sich sehr zufrieden: „Bis zuletzt waren wir skeptisch, vor allem wegen der Wetterprognosen. Aber besser hätten wir es für einen Wandertag kaum treffen können“, so das Team um Sabine Denker.

Die Wanderer wurden von den Jagdhornbläsern des Hegerings Lemförde an ihrem Ziel begrüßt. Sowieso fehlte es nicht an musikalischer Unterhaltung. Dafür sorgten ferner die Musiker des Blasorchesters Holzhausen. Dicht umlagert waren der Grill- und Getränkestand – fleißige Helfer sorgten für eine Stärkung der hungrigen und durstigen Wandertrupps.

Mit dem Duft gegrillter Würstchen war der – für manch einen etwas gewöhnungsbedürftige Geruch – frischer Trüffel nicht zu vergleichen. Die schwarzen Knollen hatten die Trüffelexperten Thomas Wittich aus Belm und Friedhelm Riemeyer aus Hunteburg mitgebracht und informierten über die Trüffelsuche, die sie statt mit Trüffelschweinen mit dem eigenen Hund vornehmen. „Auf die Nase kommt es an“, betonten die Männer und ließen die Gäste Riechproben nehmen. Wittich und Riemeyer informierten auch über den Anbau der rund 800 Euro pro Kilogramm teuren Pilze allgemein.

Nebenan hatte Wolfsexperte und Förster Norbert Schmelz seinen Stand aufgebaut. Dort stand nicht allein die Lebensweise der Wölfe im Fokus, sondern es galt auch, verschiedene Baumarten anhand der Rinde zu bestimmen. Spuren wilder Tiere suchte derweil Naturtrainerin Uta Lansing mit großen und kleinen Wanderern.

Der Drohner Imker Rainer Pernotzky hatte einen Bienenstock mitgebracht und stellte das fleißige Treiben der Insekten und die Honiggewinnung vor. Und damit die Bienen und Hummeln auch künftig in den heimischen Gärten ausreichend Futter finden, gab es Samentütchen mit Wild- und Kulturpflanzen mit nach Hause. Mit von der Partie waren bei der Aktion in Haldem auch Vertreter der Dümmer-Weser-Land-Touristik, die die Region präsentierten.

"Natur trifft Kultur" - Wanderung rund um den Stemweder Berg

„Zufriedene Gesichter, wohin man schaut“, freute sich Westrups Ortsheimatpfleger Friedhelm Kohlwes und versprach, dass man bei der Nachlese mit den Kooperationspartnern (Heimatverein Stemwede, Naturpark Dümmer und Stemweder Kulturring) über weitere Auflagen der Sternwanderung nachdenken werde. - hm

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