Wanderausstellung bis 21. Mai in Levern

Selbsthilfegruppen schaffen Perspektiven

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Iris Busse sorgt dafür, dass in der Verwaltungsstelle in Levern auch in den letzten zwei Wochen der Ausstellung ausreichend Infomaterial über Selbsthilfe zu finden ist.

Levern - Von Anika Bokelmann. Fast 10000 Personen engagieren sich im Kreis Minden-Lübbecke für sich und ihre Mitmenschen in einer der rund 300 Selbsthilfegruppen. Diese gibt es zu den unterschiedlichsten Themen und Problemen. Auf die Vielfalt der Selbsthilfe macht derzeit eine Ausstellung in den beiden Verwaltungsstellen der Gemeinde Stemwede in Levern (Buchhofstraße 13 und 17) aufmerksam.

„Selbsthilfe schafft neue Perspektiven“, ist unter anderem auf einem der insgesamt sechs Roll-Ups zu lesen, die in der Verwaltungsstelle aufgebaut sind. Weitere positive Auswirkungen von Selbsthilfe könnten weniger Medikamente und damit geringere Behandlungskosten sein und schließlich dazu führen, dass Betroffene wieder eine größere Lebenszufriedenheit entwickeln oder Diagnosen schneller gestellt werden, erfahren Besucher der Wanderausstellung. Viele unterschiedliche Themen greifen die Texte auf den Stellwänden auf – und regen zum Nachdenken an.

Das Spektrum des Selbsthilfe-Angebots reicht kreisweit von Gruppen zu Zwangserkrankungen, Tinnitus, Fibromyalgie, Adipositas, Essstörungen und mehr. Auch die Arbeitsloseninitiative oder Migranten schließen sich unter dem Dach der Selbsthilfe-Kontaktstelle zusammen.

„Wenn jemand eine Idee für eine Gruppe hat, dann vermitteln wir Ansprechpartner, Räume und geben Tipps, wie man die Treffen gestalten kann“, erklärt Iris Busse von der Selbsthilfe--Kontaktstelle Minden Lübbecke. „Zu den klassischen Selbsthilfegruppen-Treffen kommen rund zwölf Personen. Das reicht, denn schließlich wollen sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen“, sagt Busse.

Andere Gruppen wie die Rheumaliga hätten hingegen mehr als 100 Mitglieder und bräuchten mit ihrem Bewegungsangebot deutlich mehr Platz. „Denn Selbsthilfe besteht nicht nur aus Gesprächen“, macht Busse deutlich. Im Vordergrund stehe der Zusammenhalt der Gruppe und es gebe regelmäßige Ausflüge, um diesen zu stärken.

Mit der Wanderausstellung, die ihm Zusammenhang mit dem Projekt „Zukunftsfähigkeit der Selbsthilfe im ländlichen Raum“ entstanden ist, will die Kontaktstelle des Paritätischen auf die Möglichkeiten der Selbsthilfe aufmerksam machen. „Das Thema muss in den Kommunen präsenter werden“, sagt Busse zu dem ehrgeizigen Ziel, Hemmschwellen für Betroffene zu senken.

Mit den Plakaten haben die Mitarbeiter der Kontaktstelle bislang positive Erfahrungen gemacht, so Busse. In Levern hat sie gerade die Infoflyer aufgefüllt. Denn gerade in Rathäusern holen sich Interessierte mehr Material als beispielsweise bei Ärzten. Noch bis Donnerstag, 21. Mai, ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Informationen gibt es bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle unter Telefon 0571/8280217 oder im Internet.

www.selbsthilfe-minden-

luebbecke.de

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