DRK-Ortsverein zeichnet treue Blutspender aus

Vorbilder für den guten Zweck

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Sie spendeten 100, 125, 150 und sogar 175 Mal ihren Lebenssaft. Über die treuen Spender freuen sich Stephan Kottmann (l.) sowie Ulrike und Reinhold Gralla (r.).

Wehdem - „Das ist eine tolle Leistung“, freute sich Kurt Ber-gatt, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Stemwede, und begrüßte mehr als 40 Blutspende-Jubilare im DRK-Haus. Die treuen Spender trafen sich am Mittwochabend dort zu einer kleinen Feierstunde, um Urkunden, Anstecknadeln und kleine Präsente als Dankeschön für ihre Spenden entgegen zu nehmen.

Mit Ehrennadeln, Urkunden und Geschenken wurden die Blutspende-Jubilare für die 25., 50. und 75. Blutspende ausgezeichnet. Kai Abruszat (r.) und Kurt Bergatt (l.) freuten sich über die Bereitschaft.

Stemwedes Bürgermeister und zweiter Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, Kai Abruszat, sah es als ehrenvolle Aufgabe, diese Menschen zu ehren, „die so Wichtiges für die Gesellschaft leisten“. „In Deutschland und Frankreich zusammen werden jedes Jahr rund 7,5 Millionen Blutkonserven benötigt“, machte Abruszat deutlich. Dabei würde der Lebenssaft nicht nur für medizinische Erstversorgung benötigt, gerade die Folge medizinischen Fortschritts erhöhe den Bedarf. „Viele Operationen, Transplantationen und die Behandlung von Tumoren sind nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich“, erklärte er. Statistisch gesehen würde das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgten Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle. Sowieso sei ein großer Teil der Bundesbürger mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen, hatte Abruszat recherchiert.

„Darum kann man die engagierten Blutspender gar nicht hoch genug schätzen“, zollte Abruszat den Jubilaren Respekt. „Sie sind leuchtende Vorbilder für einen guten Zweck.“ Leider sei die Bereitschaft gerade im städtischen Raum rückläufig, auf dem Land würde die Blutspende weit mehr als ehrenvolle Pflicht angesehen. Sein Dank galt auch dem Stemweder DRK-Team für die Arbeit bei den Terminen vor Ort.

Stephan Kottmann vom Blutspendedienst West räumte ein, dass die Situation vor 25 Jahren noch ganz anders ausgesehen habe. „Da standen lange nicht so viele Blutkonserven zur Verfügung, manches Mal mussten Menschen direkt ihr Blut geben, um Leben zu retten. Heute leben wir ja fast in einem Blutwohlstand“, freute er sich. Besonders der ländliche Raum trage mit zehn bis zwölf Prozent Spenderanteil in der Bevölkerung dazu bei.

Die 25. Blutspende registrierten die Verantwortlichen im zurückliegenden Jahr bei Nicolai Tiesing, Katja Lange, Winfried Dicke, Detlev Klanke, Günter Kröger, Hans Hilbert, Hartmut Witte, Christian Trosch, Ute König, Anja Tegtmeier (Hüde), Christine Jobusch, Sabrina Bollhorst, Silvia Lütkemeier, Wilhelm Gülker (alle Stemwede) und Anja Neddemann (Bad Essen). Zum 50. Mal waren Martin Biljes, Frank Lange, Angelika Kruse, Ursula Zachries, Manuela Schlömp, Kerstin Themann-Heyn, Hartmut Schmidt, Bärbel Schmidt, Sylvia Steinkamp, Jens Möller, Heinrich Rennegarbe und Ulrike Haremsa (alle Stemwede) bei den Terminen.

Auf die 75. Spende sind stolz: Andreas Schlömp, Gisela Meyrose und Nicole Lamburn. 100 Mal waren Helmut Heitmeyer (Bad Essen), Friedrich Lange, Brigitte Höber, Reinhard Pöttker, Martin Holtkamp und Reinhold Uetrecht dabei. 125 Mal gaben ihren Lebenssaft Reinhard Hegemeister, Günter Prenzler und Friedrich Grube, 150 Mal Uli Hagemeier (Quernheim) und sogar 175 Mal ließen sich Günter Möller und Ulrich Sabin (Stemwede) Blut abnehmen.

hm

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