Zahl der Einsätze der Stemweder Feuerwehr schnellt von 157 auf 212 in die Höhe

Unwetter hinterlässt Spuren in Statistik

Stemwede - Den 16. August 2015 werden die Stemweder Feuerwehrleute nicht vergessen. An diesem Tag öffnete der Himmel rund um Levern seine Schleusen. Wassermassen ergossen sich über Straßen und Plätze, überfluteten Keller und Firmenräume. Die Stemweder Feuerwehr rief die Großschadenslage aus und die Wehren aus Rahden, Espelkamp und Lübbecke eilten den Stemwedern zu Hilfe. Ein Ausnahme-Tag, der sich in der Statistik niederschlägt.

„Allein wären wir der Sache nicht Herr geworden“, meinte Stemwedes Feuerwehrchef Joachim Lübke. Während des Jahresschlussdienstes der Wehr dankte Lübke am Freitag in der kleinen Festhalle noch einmal den Kameraden der Nachbarwehren für deren Einsatz.

Mehr technische Hilfeleistungen

Das Unwetter hat auch in der Statistik seine Spuren hinterlassen. Von 55 Einsätzen im Jahr 2014 schnellte die Zahl um 157 auf 212 Einsätze im vorigen Jahr in die Höhe. Zwar gab es auch mehr Brände und mehr blinde Alarme, besonders deutlich wird der Ausnahme-Tag aber bei den technischen Hilfeleistungen. Die Zahl stieg hier von 29 im Jahr 2014 auf 173 im vorigen Jahr. Erfasst worden seien bei den unwetterartigen Regenfällen nur die protokollierten Einsätze, merkte Lübke an. „Unterm Strich waren es viel mehr.“ Allein bei den Einsätzen leisteten die freiwilligen Kräfte die Feuerwehr Stemwede insgesamt fast 5 000 Stunden. Im Jahr zuvor waren es noch rund 2 800. Hinzu kommen etliche Stunden, die die Feuerwehrleute für die Aus- und Weiterbildung aufwendeten.

Deutlich angestiegen sei vergangenes Jahr die Schadenssumme, wie Lübke gestern Abend sagte. Für 2014 wurden rund 51 000 Euro verbucht, im vergangenen Jahr waren es  rund 1,2 Millionen Euro. Der deutliche Anstieg sei auf Brände zurückzuführen, so der Feuerwehrchef. Die Schäden durch das Hochwasser ließen sich nicht schätzen und seien nicht in der Statistik enthalten.

Erneut leicht gestiegen ist die Zahl der Aktiven. Den 13 Löschgruppen gehören insgesamt 426 Männer und drei Frauen an. Die stärkste Löschgruppe ist Oppenwehe (40 Mitglieder) vor Dielingen (39) und Destel (38). Eine feste Größe ist auch die Jugendfeuerwehr. Beiden Gruppen gehören insgesamt 56 Jungen und drei Mädchen an. In der Ehrenabteilung der Stemweder Feuerwehr pflegen 173 Feuerwehr-Senioren enge Kontakte. - DK

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