Landschaftsverband investiert in Klinik

Umbau für mehr Sicherheit

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Die Sicherheitsvorkehrungen am Schloss Haldem sollen mit der lang geplanten Umbaumaßnahme erhöht werden.

Haldem - Um die Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem zu optimieren und auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten, wollen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Land Nordrhein-Westfalen in den Umbau der Einrichtung in Haldem investieren. Die Pläne, die unter anderem auch für eine erhöhte Sicherheit sorgen sollen, gab es schon vor dem jüngsten Ausbruch eines Patienten Ende Juli, betont LWL-Sprecherin Bianca Hannig auf Nachfrage.

Von dem 38-jährigen Patienten, der vor knapp vier Wochen über die Mauern des Maßregelvollzugs geklettert und anschließend mit einem Fluchtwagen verschwunden war, gibt es weiterhin keine Spur, informiert der LWL.

Christoph Meinerz, Pressesprecher beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, berichtet zudem, dass „zunächst als Sofortmaßnahmen nach einer Entweichung verfügt wurde, dass Hofgänge durch zwei Mitarbeiter begleitet werden müssen, von denen einer die zur Flucht genutzte Treppe sichert“. Inzwischen wurde zudem auch die Dachkante eines Hauses im Bereich der Treppe mit einer Stachelraht-Rolle gesichert, sodass ein Aufstieg auf das Dach nicht mehr möglich ist.

Darüber hinaus planen der Landschaftsverband, die Klinik Schloss Haldem und das Land weitere Baumaßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Durch die geplante Erweiterung können im Laufe der kommenden zehn Jahre in der LWL-Maßregelvollzugsklinik etwa 25 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es in einer Mitteilung des LWL. Zudem steigt die Zahl der stationären Therapieplätze in der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem von 179 auf 207. Die Baukosten betragen voraussichtlich mehr als acht Millionen Euro, hatte es bei Bekanntwerden im vergangenen Jahr geheißen.

Zu den Projekten gehört unter anderem die Verlegung der Arbeitstherapie sowie der Pforte in das zentral gelegene Haus 6 (vormals Arbeitstherapie) und schließlich der Umbau und die Sanierung des „offenen“ Hauses 3 in ein geschlossenes Haus. Im weiteren Verlauf sollen die alten Zaunanlagen ersetzt werden und die Häuser 3 und 4 in den gesicherten Bereich aufgenommen werden.

Die Zaunanlage soll im „NRW-Standard“ für Klinik-Neubauten ausgeführt werden, so der LWL in der Mitteilung: Das bedeutet, das der Zaun 5,5 Meter Höhe hoch wird und mit einem inneren Abweiser und Detektion der Zaunanlage ausgestattet wird. Derzeit umgibt eine 2,50 Meter hohe Mauer die Einrichtung für suchtkranke Straftäter. - abo

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