Bürgermeister spricht in Niedermehnen über Nachnutzung der Feuerwehrhäuser

Übernahme erfordert gut durchdachtes Konzept

Für die Nachnutzung des Feuerwehrgerätehauses der Löschgruppe Niedermehnen wünscht sich Abruszat gute Konzepte. - Foto: abo

Niedermehnen - 13 einzelne Ortschaften, eine Flächengemeinde und ein Bürgermeister, der seit Monaten in jedem Ortsteil das Gespräch mit den Bürgern sucht. „Es sind bereits konstruktive Sachen entstanden“, machte Kai Abruszat beim Treffen am Donnerstagabend in Niedermehnen deutlich und verwies auf die Trauzimmer in Dielingen und Oppenwehe. Jedoch fehle die Arbeit an einem Konzept für eine Gesamtgemeinde, kritisierte ein Stemweder.

„Unsere Stärke besteht im sozialen Zusammenhalt und im Wirken in den Ortsteilen“, erwiderte Abruszat und merkte an, dass man das Leben in Stemwede „nicht kleinreden darf“. Jeder Ort habe seine Besonderheiten und das Kirchturmdenken sei nicht so stark ausgeprägt, wie immer behauptet werde, meinte der Verwaltungschef. Ein gutes Beispiel dafür sei die aktuelle Entwicklung bei der Freiwilligen Feuerwehr Stemwede. Dort stehen bekanntermaßen Fusionen einiger Löschgruppen an, die Standorte werden von 13 auf acht reduziert. „Wenn wir Kräfte bündeln, werden alle profitieren“, führte Abruszat aus.

Ausdrücklich bedankte er sich bei den Mitgliedern der Löschgruppe Niedermehnen, als er am Donnerstag im Foyer der Betriebsstätte Mehnenfeld, wo rund 60 der insgesamt 586 Einwohner Niedermehnens zusammengekommen waren, zu Fragen rund um das Leben im Ort Stellung nahm. „Die Feuerwehrkameraden haben konstruktiv am Brandschutzbedarfsplan mitgewirkt“, erinnerte Abruszat. Künftig wird die Niedermehner Löschgruppe mit Sundern und Levern kooperieren und ein neues Domizil an der L   770 beziehen. Dort wird Abruszat zufolge auch die Rettungswache mit einziehen: „Der kombinierte Standort bedeutet gerade für Niedemehnen einen Profit.“

Dann steht das Feuerwehrgerätehaus am bisherigen Standort an der Straße Mehner Dorf leer. Vertreter örtlicher Vereine fragten daher nach der möglichen Nachnutzung. „Eine zeitlang brauchen wir die alten Häuser noch“, sagte Abruszat und rechnet mit rund anderthalb Jahren. Das Großprojekt muss dem Bürgermeister zufolge sorgfältig vorbereitet werden. „Nach den Entscheidungen kommt jetzt die Feinplanung, dann werden die Arbeiten ausgeschrieben und werden verhandelt“, so Abruszat zum Vorgehen.

Solange bleiben die alten Standorte unter feuerwehrtechnischer Führung. „In der Zwischenzeit können wir überlegen, wie die Liegenschaft ab 2019 genutzt werden kann“, rief Kai Abruszat die Bürger auf, sich Gedanken zu machen. Er mahnte aber: „Ich habe kein Interesse daran, dass überall Dorfgemeinschaftshäuser entstehen.“ Das könne der lokalen Gastronomie schaden. Vielmehr wünsche er sich „ein gut durchdachtes Konzept“. „Damit der Gemeindehaushalt entlastet wird, wollen wir die Liegenschaften mit anderen Nutzungen versehen“, ermutigte Abruszat zu Gesprächen zwischen Verwaltung und Bürgern. „Dieser Ortsteil hat die Kraft, eine Konzeption auf den Weg zu bringen und das Haus in Eigenverantwortung zu betreiben“, ist sich der Verwaltungschef sicher.

Aus den Reihen der Ortsteilgespräch-Teilnehmer kamen Anregungen: Vorstandssitzungen, Fortbildungen oder Spieleabenden könnten dort stattfinden - abo

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