Tore des Feuerwehrgerätehauses sollen um einen Meter erhöht werden

Nach „Sparlösungen“ wird es nun teuer

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Nur weil die Mitglieder der Oppenweher Löschgruppe die Dichtlippe entfernt haben, kann das Feuerwehrfahrzeug (LF 24) ohne Schaden aus der Halle fahren.

Oppenwehe - Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Oppenwehe beschäftigt seit 2011 die Mitglieder der Löschgruppe und die Verwaltung. Der ursprünglich angedachte Anbau ist mehrfach überplant worden, erinnerte Ordnungsamtsleiter Werner Bahnemann am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Betriebsausschusses in Oppenwehe (wir berichteten).

Ein Grund sind die DIN-Vorschriften für die Sanitäranlagen und Umkleideräume, die nach dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Oppendorf in Oppenwehe analog umgesetzt werden. Ein favorisierter Vorschlag des Architekturbüros BIS aus Oppenwehe sieht Kosten von 554660 Euro für den Anbau an die Fahrzeughalle und den Umbau des vorhandenen Gerätehauses zum Sozialtrakt vor. „Die bisherigen Planungen sind gut. Aber wir müssen sie verwerfen“, machte Bahnemann deutlich. Denn es hatte sich herausgestellt, dass die Hallentore nicht hoch genug sind.

Spätestens in zehn Jahren müsse ein neues Fahrzeug angeschafft werden, meinte der Ordnungsamtleiter. Daher sollten die Tore auf vier Meter, also rund einen halben Meter mehr als aktuell, erweitert werden. Der jetzige Einsatzwagen von 1998 ist bereits abgesenkt, was bei neueren Modellen nicht möglich sei.

Obwohl 2009 Arbeiten an der Hallendecke erfolgten, sei nicht auf die niedrigen Tore eingegangen worden, verdeutlichte Bahnemann. Es gebe zwei Varianten, um höhere Tore einzubauen, erklärte Bauamtsmitarbeiter Klaus Tellbüscher. Allerdings komme es aus bautechnischen Gründen nicht infrage, den Boden abzusenken. „Das Fundament müsste abgegraben werden und es besteht die Gefahr, dass Oberflächenwasser in die Halle läuft“, erklärte er. Zudem sei die Variante teurer als der andere Vorschlag: „Wir müssen an die Dachkonstruktion.“ Das bedeutet, dass die unter der Decke montierten Heizkörper ebenso abgenommen werden müssen wie die Paneele und der Dachstuhl. Dann können die Außenwände um einen Meter erhöht werden, bevor alles wieder eingedämmt und zusammengesetzt wird.

„Die Kosten kommen zusätzlich zum Südanbau hinzu“, so Tellbüscher. Das beantwortete die Frage von Monika Lösche (CDU), die sich wunderte, warum im Haushalt nur 277500 Euro einkalkuliert seien. „Da waren die Planungen anders. Die Dinge summieren sich halt“, so Bahnemann, der darauf hinwies, dass der Parkplatz am Gerätehaus erweitert werden soll. „Ich wundere mich, warum wir das bei den Berechnungen vergessen haben“, merkte Betriebsausschussvorsitzender Andreas Weingärtner an.

Bürgermeister Gerd Rybak sprach von einem „mehrjährigen Realisierungsprogramm“. „Diese Situation hätte man vermeiden können. Die Sparlösungen waren nicht zielführend“, gab Rybak zu. Allerdings könne man froh sein, dass das Problem noch in der Planungsphase aufgetaucht sei und nicht erst beim Bau.

abo

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