Tausende Festivalgänger tanzen zu Goa-Klängen in den Mai / Polizei zufrieden

Feuerbälle am Waldhang

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Besonders bei Sonnenschein war die Tanzfläche gut besucht.

Wehdem - Von Florian Passlick. Beleuchtete Waldhänge, atmosphärische Elektro-Klänge und ein bunt geschmücktes Publikum prägten am Wochenende das Bild im Stemweder Bergtal. Erneut kamen Tausende Festivalfans zum Saisonstart in den Wehdemer Waldfrieden und feierten gemeinsam von Donnerstag bis Sonntag eine große, farbenreiche Party.

„Stillstand ist Rückschritt.“ Das Motto haben sich die Organisatoren vom Waldfrieden-Team zu Herzen genommen. Auch in diesem Jahr haben sie sich für die neueste Edition des Hai-in-den-Mai-Festivals wieder einige Überraschungen für ihre Gäste einfallen lassen.

Allem voran stand das neue Soundkonzept (wir berichteten), das für eine ausgetüftelte Beschallung der Tanzflächen und beste Stimmung am Berghang sorgte. „Wir wollen die Musik gezielter auf die Tanzfläche bringen und damit auch die angrenzenden Nachbarn schonen“, erklärten Sebastian Tellke vom Waldfrieden-Team und Tontechniker „Arigo“.

Ein neues Baumhaus, mehr warme Duschen und geräumige Zeltüberdachungen am Hang rundeten die Neuigkeiten beim Festival-Start am Waldfrieden ab. Anstelle einer Laser-Show begeisterte in den Nächten ein ausgefallenes Feuerspektakel von „Sir Henry Hot“ die tanzende Masse. Passend zu den elektronischen Klängen, harten Bässen und sphärischen Melodien von Goa und Psy-Trance stiegen riesige Feuerbälle vom Rand der Tanzfläche aus in die Luft.

Mehr als 50 DJs und Live-Acts kamen in diesem Jahr unter anderem wieder aus Schweden, Israel und Großbritannien nach Wehdem, um die feierfreudigen Gäste zum Tanzen zu bringen. Von der Warm-Up-Party am Donnerstag bis gestern Abend sorgten die DJs mit allen musikalischen Facetten – von Techno, Progressive und Psy-Trance – für beste Unterhaltung. Weit mehr als 4000 Gäste aus ganz Deutschland und den Nachbarländern kamen ins Stemweder Bergtal.

Damit zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden. „Wir sind glücklich. Vor allem, weil uns das Wetter in die Karten gespielt hat“, erklärten Sebastian Tellke und André Münnich. So habe insbesondere das frühsommerliche Wetter am Sonnabend, dem Haupttag des Festivals, für gute Stimmung und mehr Besucher im Waldfrieden gesorgt.

Neben dem passenden Wetter waren es sicher auch die rund 200 Helfer und Mitarbeiter, die für das Gelingen des Festival-Wochenendes sorgten. Sie arbeiteten an der Theke, den Kassen, in der Administration oder sorgten für die Ordnung auf dem Gelände.

Einen besonderen Platz nimmt das Recycling-Team ein: Sie sorgen rund um die Campingplätze und Tanzflächen für einen müllfreien Wald und verleihen dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz Nachdruck, betonen Münnich und Tellke. Entsprechend dieser Philosophie werden an den vielen Essensständen auf dem „Hai in den Mai“ auch fast ausschließlich biologische Speisen und Getränke serviert. Von der traditionellen Steinofen-Pizza über das indische Curry bis zum vegetarischen Hamburger gab es alles, was das Herz und der leere Magen der Gäste begehrten. Bewährt hat sich auch die „Healing-Area“ auf dem Campingplatz. Dort ruhten sich erschöpfte Partygänger aus und entspannten vom Feiern. Reiki-Workshops, Yoga-Kurse, eine Schwitzhütte am Teich und schamanische Heilangebote bestimmten das Angebot.

Die Polizei zeigte sich bis gestern Nachmittag ebenfalls zufrieden und vermeldeten keine Autofahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Hai-in-den-Mai-Festival

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