Tankstelle an der Leverner Straße schließt zum 31. Januar / Werkstatt-Betrieb läuft weiter

„Unter dem Strich bleibt nicht genug übrig“

Zu viele Auto fahren an der Tankstelle vorbei. Inhaber Sven Ziebarth stellt darum den Betrieb ein.
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Zu viele Auto fahren an der Tankstelle vorbei. Inhaber Sven Ziebarth stellt darum den Betrieb ein.

Levern - Sven Ziebarth streicht die Segel. Zum 31. Januar wird er den Betrieb seiner Tankstelle an der Leverner Straße in Levern einstellen. „Die laufenden Kosten sind einfach zu hoch. Unter dem Strich bleibt nicht genug übrig“, begründet er seinen Schritt. Die Entscheidung hat sich Ziebarth lange durch den Kopf gehen lassen, denn ihm ist bewusst, dass er dadurch möglicherweise auch den ein oder anderen Kunden in seiner Werkstatt verliert, die er weiterführen wird. Dennoch sieht er keine Alternative.

An einem Sonnabend verbuche er mitunter nur 50 Euro Gewinn, berichtet der Inhaber gestern auf Nachfrage dieser Zeitung. „Dafür muss ich nicht den halben Tag an der Kasse stehen“, so Ziebarth. Es sei vor allem der zunehmende Preiskampf, der den kleinen Tankstellen und auch ihm zu schaffen mache. „Die großen Ketten wollen die Kleinen vom Markt drängen“, ist er überzeugt. Sie können es sich leisten, die Preise abends drastisch zu senken. Ziebarth hat sich diesem Kampf stets verweigert. „Ich bin nie unter den Einkaufspreis gegangen.“

Das hatte zur Folge, dass manche Kunden lieber woanders tanken. An seiner Tankstelle hat er in den vergangenen Jahren einen stetigen Rückgang des Spritverbrauchs beobachtet. Seit Autofahrer im Internet nachlesen können, wo es sich gerade am günstigsten tanken lässt, hat dieser Trend zugenommen. „Die Leute fahren zehn Kilometer weiter, wenn es dort einen Cent billiger ist. Die zusätzlich gefahrenen Kilometer und die Zeit rechnen sie meistens nicht“, beklagt Zierath.

Angesichts der hohen laufenden Kosten für Tüv-Abnahmen, teure Ausstattung wie Öl- und Benzinabscheider und deren Instandhaltung sowie Lohn der Mitarbeiter, zieht er nun die Reißleine.

mer

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