Streit um Zaun am Dielinger Friedhof / Mit Flüchtlingshilfe ausgelastet

Bauhof: „Wir arbeiten nicht auf Zuruf“

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Das Tor zum Dielinger Friedhof am Eingang bei der Kapelle ist brüchig. Erwin Restemeyer würde es gerne schnell saniert wissen, doch der Bauhof hat kaum noch Kapazitäten.

Dielingen - Die Mitarbeiter des Bauhofs haben viel zu tun. Bei der Flüchtlingshilfe ist nicht nur die Arbeit der Ehrenamtlichen, sondern auch die der Verwaltung und deren Angestellten gefragt und so ist die Aufgabenliste lang. Nebenher sollen schließlich auch die anderen Maßnahmen weitestgehend berücksichtigt werden. Dass es aber auch Fälle gibt, deren Dringlichkeit gering ist, sodass ein kurzfristiges Handeln ausgeschlossen werden kann, zeigt ein Fall in Dielingen.

Dort hatte Erwin Restemeyer aus Dielingen sich wegen der kaputten Pforte und des morschen Jägerzauns bei der Kapelle am oberen Eingang des Dielinger Friedhofes an die Gemeinde gewandt – und wartet bis heute auf eine Ausbesserung.

„Wir arbeiten nicht auf Zuruf“, zeigt sich Bauamtsleiterin Birgit von Lochow verärgert über das ungeduldige Verhalten des Dielingers. „Wir hätten das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Bauausschusses gesetzt, wenn es einen entsprechenden Antrag gegeben hätte“, sagt von Lochow auf Nachfrage. Doch diesen habe Restemeyer nicht stellen wollen. Vielmehr hat er sich mehrmals per Mail an die zuständigen Mitarbeiter gewandt und um „nötige Schritte“ gebeten. Bei der Prüfung hatte Manfred Südmeyer, bei der Gemeinde zuständig für den Bereich Friedhofswesen, festgestellt, dass die Erneuerung des Tors für das Jahr 2018 vorgesehen war. Er versuche, die Maßnahme vorzuziehen, hatte er versprochen. Doch Restemeyer kann es nicht abwarten und hat sich inzwischen mehrfach wieder an die Gemeinde gewandt und auf eine Reparatur gedrängt.

Auf den Friedhöfen in der Gemeinde habe es in diesem Jahr einige Arbeiten gegeben, erinnert von Lochow: In Wehdem wurde das Gedenkkreuz erneuert und auf fast allen Friedhöfen gibt es inzwischen die Möglichkeit, pflegefreie Rasengräber zu nutzen. Derzeit läuft die Sanierung der Kapelle in Haldem. Mit Blick auf den von einem Arbeitskreis Friedhöfe aufgestellten Prioritätenkatalog stehe die Pforte in Dielingen sicher nicht ganz oben, so von Lochow – „vor allem, weil es sich noch nicht einmal um den Haupteingang handelt“. Ihr zufolge ist eine Ausbesserung des Wegs zur Drohner Kapelle deutlich wichtiger.

Für die Verwaltung gilt es aktuell, die Flüchtlinge unterzubringen. „Niemand soll im Winter auf der Straße stehen müssen“, sagt Birgit von Lochow. Daher seien die Friedhofswärter als Angestellte des Bauhofs auch damit beschäftigt, Wohnungen einzurichten. „Sie kümmern sich aber trotzdem um die wichtigen Aufgaben und pflegen die Friedhöfe“, unterstreicht von Lochow. Doch die Kapazitäten seien begrenzt.

abo

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