Stock-Car-Rennen in Destel lockt mehrere hundert Zuschauer auf den Acker

Nichts für schwache Nerven

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Mit Treckern schleppten die Helfer die demolierten Karossen nach den Karambolagen von der Bahn.

Destel - Sie basteln mit Leidenschaft an ihren verbeulten Fahrzeugen und machen aus ausrangierten Vehikeln PS-starke Rennmaschinen: die tollkühnen Fahrer beim Stock-Car-Rennen. In Destel traten am Wochenende bei der jüngsten Auflage des abenteuerlichen Rennspaßes Piloten aus ganz Deutschland an.

Das Stock-Car-Rennen ist immer wieder ein nervenaufreibendes Spektakel. Dieses verrückte Rennen wird auf unbefestigter Rennstrecke, meistens auf einem Acker, gefahren. Am Wochenende hatte das Kleeblatt-Team aus Pr. Oldendorf zum Endlauf der Nord-West-Deutschen Stock-Car Meisterschaft nach Destel nahe der L 770 eingeladen. Dort lieferten sich Motorsportbegeisterte in ihren schrottreifen Karossen waghalsige Rennen. An der Rennstrecke wurde immer wieder gejubelt und applaudiert.

Bei dieser Art des Motorsports ist so ziemlich alles erlaubt – da wird angriffslustig gedrängelt, heftig geschoben und mir nichts dir nichts mit voller Absicht gerammt. Aber genau darin liegt der Reiz. Überschläge? Spektakuläre Crashs? Genial! Das wollen die sensationslustigen Zuschauer sehen. Damit die Fahrer auf ihrem Kollisionskurs nicht zu Schaden kommen, sind die Chaisen mit Überrollkäfigen und Rammschutz ausgestattet, und auch die Benzintanks sind besonders gesichert. Glas- und Plastikteile sind ebenfalls alle entfernt.

Erstmals startete auf der Bahn ein Damenrennen. Zehn Fahrerinnen stellten sich im Rennen der Lokalmatadorin Janin Bentrup. Es wurden zehn Runden ohne absichtliches Rammen gefahren. Vanessa Schröder vom Racing Team Glissen gewann vor Christina Popp vom Sachs Racing Team und Tanja Heuermann vom Kleeblatt-Team. Anschließend wurden die Scheinwerfer angeschaltet und erstmalig in Destel das Nachtrennen in zwei Klassen gestartet. In der Klasse bis 1800 Kubikzentimeter gingen acht Fahrer an den Start. Gewinner war Erwin Heuermann vor Jürgen Heckert und Manuel Weisbrich, alle vom Kleeblatt Team. In der Klasse zwei gewann Eugen Schitz vor Meik Heckert (beide Kleeblatt-Team), dritter wurde Detlef Guderley.

Am zweiten Renntag verzichteten die Organisatoren auf das Abschlepprennen und das Rodeo. Zum Abschluss startete das bei den Zuschauern sehr beliebte Wohnwagen-Rennen. Trotz schwieriger Wetterverhältnisse zeigte sich das Kleeblatt-Team mit der unfallfreien Veranstaltung sehr zufrieden, bei der die eigenen Fahrer gute Platzierungen verbuchen konnten. In der Klasse eins belegte Marc Sokoll den 13. Platz, Jürgen Heckert erreichte Rang 15, Nicolai Tiessing Rang 16, Marcel Krakau Rang 19 und Manuel Weisbrich Rang 21.

Die Klasse zwei verlief recht gut für die Kleeblätter. Auf Platz vier kam Tobias Lüssenheide, Uwe Pöttger folgte auf Platz fünf, Platz elf belegte Eugen Schitz.

In der Klasse drei hatte das Kleeblatt-Team seine beiden Ford-Fahrer am Start. Tizian Hildebrandt belegte Platz fünf mit seinem Capri und Sebastian Doyle Platz 13 mit seinem Granada.

In der Klasse vier bekam Justin Heckert in seiner ersten Rennsaison seinen ersten Pokal. Er schaffte es auf Platz vier. Auf Rang fünf kam Cora Dysbalis, Vivien Pöttger sicherte sich Platz sieben. Erfreulich war auch, dass Dominik Koch aus Pr. Oldendorf in seinem ersten Rennen den dritten Platz belegen konnte. Gesamtsieger wurde Sven Maaß vom Jack-Racing Team.

hm

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