Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus organisiert Fachtagung und Markt der Möglichkeiten

Miteinander in den Dialog treten

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Die Begegnung von behinderten und nichtbehinderten Menschen stand im Mittelpunkt des Aktionstags. Hier am Stand der Galerie „Zeit-Raum“ hilft Cornelia Dahlmann Kim dabei, einen grauen Stein in einen roten Marienkäfer zu verwandeln.

Haldem - Die „Begegnung“ stand am Freitag im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus Haldem im Rahmen des Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Im und vor dem Gasthaus Rosengarten hatte sie einen bunten „Markt der Möglichkeiten“ aufgebaut. „Unser Ziel ist, dass sich Menschen mit und ohne Behinderungen begegnen und miteinander in den Dialog treten“, erklärt Diplom-Sozialarbeiter Thomas Ramm, der die Veranstaltung gemeinsam mit Martina Becker organisiert hatte.

Vertreter der Stemweder Kindergärten, Schulen, Interessengemeinschaften und des „Hexenhauses“ in Espelkamp informierten an Ständen über ihre Angebote. Die Stiftung selbst hatte einen kleinen Flohmarkt organisiert, dessen Erlös bei der Einrichtung eines „Snoezelraums“ Verwendung finden soll, boten ein Wissensquiz und eine Verlosung an und hatten einen Rennparcours für ferngesteuerte Autos aufgebaut. Dieter Braucksieck vom Hahme-Markt informierte über Süßungsalternativen jenseits des Zuckers. Im Hahme-Markt können auch die Bilder bewundert werden, die Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen auf die Leinwände gebannt haben, die die Stiftung im Vorfeld verteilt hatte.

Während sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ leider nur wenige Besucher tummelten, war Thomas Ramm mit der Beteiligung an der Fachtagung zum Thema „Inklusion an der Schule“ zufrieden. Die Teilnehmer seien vom Referenten Dr. Michael Heilemann begeistert gewesen, so Ramm. Im Kern ging es darum, wie körperlich, seelisch oder geistig behinderte Menschen an Regelschule integriert werden können. „Die Gefahr ist groß, dass Gräben entstehen und man anfängt, sich gegenseitig zu mobben“, erläutert Ramm. So neigten etwa verhaltensauffällige Jugendliche dazu, andere körperlich zu unterdrücken und nähmen sich dadurch selbst die Chance, von ihnen zu lernen, während die Gemobbten auf Abstand gingen. Wie man dem in der Praxis vorbeugen kann, erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam.

mer

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