Starker Schneefall sorgt im Mühlenkreis für Chaos auf den Straßen

Stillstand am Berg

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Kein Vorankommen: Am Lübbecker Berg stand der Verkehr für mehrere Stunden still.

Minden-Lübbecke - Für Kinder das Größte, für Autofahrer ein echter Graus: Starker Schneefall behinderte gestern den Straßenverkehr im gesamten Kreisgebiet und brachte ihn auf Horsts Höhe in Lübbecke sogar zum Erliegen. Die Polizei registrierte vor 11 Uhr drei Unfälle, danach als Folge einer zweiten Schnee-Welle mehr als 20. Die Schadenshöhe schätzt sie auf mehrere Tausend Euro.

Am Morgen ereigneten sich in Bad Oeynhausen und Porta Westfalica zwei Unfälle mit Blechschäden in Höhe von zusammen rund 5000 Euro. In Espelkamp rutschte gegen 7.40 Uhr auf der Straße Zum Alten Moor ein mit 20 Kindern besetzter Schulbus in einen Graben. Verletzt wurde bei diesem Vorfall laut der Polizei niemand.

Am schlimmsten waren die Verkehrsbeeinträchtigungen in Lübbecke. Auf der über den Lübbecker Berg führenden Berliner Straße (B239) kam der Verkehr gegen 12.30 Uhr zum Erliegen. Lkw kamen die Steigung nicht hinauf oder stellten sich quer. Vereinzelt sollen Autofahrer ihre Fahrzeuge verlassen und ihren Weg zu Fuß fortgesetzt haben. Es dauerte laut der Polizei rund zwei Stunden, bis die Räumdienste die Bundesstraße gegen 15.30 Uhr wieder befahrbar machen konnten. Im Lübbecker Stadtgebiet ereigneten sich mindestens sechs Unfällen mit Sachschaden.

Der folgenschwerste Unfall passierte in Espelkamp: Hier verlor eine 18-Jährige, die mit ihrem Citroen auf der L770 in Richtung Rahden fuhr in Höhe des Alten Postweges die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das in den Gegenverkehr rutschte. Es stieß mit einem Kia zusammen, der von einer 51-Jährigen gesteuert wurde. Beide Frauen verletzten sich leicht. Den Sachschaden schätzt die Polizei in diesem Fall auf rund 20000 Euro.

In Hüllhorst ereigneten sich drei Unfälle, wobei sich bei einem Auffahrunfall an der Kreuzung Niedringhausener Straße/ Oberbauerschafter Straße eine Frau leicht verletzte.

Drei Unfälle registrierte die Polizei auch in Bad Oeynhausen. Auch hier zog sich ein Autofahrer bei ein Auffahrunfall leichte Verletzungen zu. In Minden und Porta Westfalica ereigneten sich jeweils vier Unfälle mit Sachschaden.

Als der Schneefall gegen 16 Uhr weniger wurde, normalisierte sich die Verkehrslage wieder recht schnell.

Was in weiten Teilen des Kreises für Chaos sorgte, beunruhigte bei den Verwaltungen der Stadt Rahden und der Gemeinde Stemwede niemanden. „Wir sind mit unseren Touren durch“, sagte Ulrich Pöppelmeier vom Rahdener Bauhof gegen Mittag. Drei Räumfahrzeuge der Stadt waren unterwegs gewesen. Sechs bis acht Tonnen Streusalz hatten sie ausgebracht.

„Trotz des einsetzenden Tauwetters bleiben wir weiterhin in Bereitschaft“, versicherte der Bauhofleiter für das Wochenende ebenso wie sein Stemweder Kollege Andre Köster. „Wir sind mit Mann und Maus im Schnee“, scherzte dieser. Gemeint waren vier große und drei kleine Schlepper sowie der 15-köpfige Bauhof-Trupp. Viel Salz wurde hier jedoch nicht gestreut. „Es geht hauptsächlich darum, den Schnee zu räumen“, so Köster.

kap/mj

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