Männergesangverein und Solistinnen zollen Ulderups Lebenswerk Anerkennung

Ein Ständchen zum Gedenken

Die Haldemer und Rahdener „Sängerknaben“ gedachten mit schönen Melodien der verstorbenen Irmgard Ulderup, die am Sonnabend ihren 96. Geburtstag gefeiert hätte. - Foto: Mühlke

Haldem - Irmgard Ulderup wäre in diesem Jahr 96 Jahre alt geworden. Sie verstarb vor fünf Jahren. Die Tradition, der Seniorin an ihrem Geburtstag mit einem Ständchen zu gedenken, haben die Sänger der Männergesangvereine MGV 1950 Haldem und Liedertafel Rahden beibehalten. Vor geladenen Gästen, darunter Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat, ließen sie ihre Stimmen erklingen.

Mit verschiedenen Liedvorträgen sorgten die Sänger für den musikalischen Rahmen in einer Feierstunde am Samstagabend. Zum Gedenken hatte der Vorsitzende des Kuratoriums der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung, Dr. Joachim Meinecke, in die Villa am Hang des Stemweder Berges, die das Ehepaar Ulderup zu Lebzeiten bewohnt hat, eingeladen.

Der 16. April ist der Tag, an dem der Kirschbaum auf dem Ulderup-Anwesen in Haldem in voller Blüte steht. „Irmgard Ulderup hat diesen Kirschbaum selbst gezogen“, wusste Meinecke und sie habe sich alljährlich an ihrem Geburtstag an der Blütenpracht erfreut. Eine weitere große Freude sei stets am Abend ihres Geburtstages das Ständchen der „Sängerknaben“, wie sie die Choristen scherzhaft nannte, gewesen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten stimmten die Männerchöre einige Melodien an, die besonders Irmgard Ulderup in ihren Lebensjahren viel Freude bereitet hatten. Unter Chorleiter Oliver Sablottny reichte das Repertoire von ernsten und romantischen Liedern, wie „Kloster Grabow“, „Der Jäger längs dem Weiher ging“ und „Der Herr ist mein Hirt“ bis hin zum fröhlichen neapolitanischen „Funiculi, Funicula“, eines der Lieblingslieder Irmgard Ulderups.

Ganz ausgezeichnet fügten sich Merle Marie Schäffer und Christine Niehues als Solistinnen in das musikalische Repertoire ein. Schäffer intonierte am Klavier „Doctor Gradus ad Parnassum“ aus der Suite „Childrens Corner“ und „La Valse d'Ámelie“. Anschließend beeindruckte sie mit den Arien „Lascia ch'io pianga“ und „Orpheus with his Lute“. Begleitet wurde sie von Christina Niehues am Klavier.

Bürgermeister Kai Abruszat zeigte sich beeindruckt vom unverwechselbaren Klangbild der Männerchöre und zollte dem Lebenswerk der Ulderups Respekt. Solch ein Ständchen sei ein sehr persönliches Geschenk und würdige das große soziale Engagement der Ulderups in der Region. „Die Eheleute haben Erstaunliches geleistet“, so Abruszat, sie hätten Erfolgsgeschichte in der Wirtschaftswunderzeit geschrieben und ihre beispielgebende Lebensgeschichte sei noch heute aktuell.

„Gerne denken wir Sänger an die Ständchen zurück, an denen sich Irmgard Ulderup so sehr erfreute“, sagte Walter Salm vom Männergesangverein Haldem. Seit vielen Jahren würde die Ulderup-Stiftung die Sänger finanziell unterstützen, freute er sich.

Mit ihrem Schlusslied „Frieden“ versprachen die Choristen, die in Jahrzehnten gewachsene Verbundenheit zu den Eheleute Ulderup stets in Erinnerung zu behalten, und im kommenden Jahr wieder ein Ständchen zu singen. - hm

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