Shanty-Chor bringt Publikum mit maritimem Liedgut in Wehdem zum Schunkeln

Musikalische Reise vom Dümmer bis Bombay

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Der Shanty-Chor Dümmersee erfreute rund 70 Besucher in Wehdems Begegnungsstätte mit seinen Liedern von der Seefahrt und der großen Liebe.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. Wenn der Shanty-Chor Dümmersee stimmgewaltig loslegt, dann dauert es nicht lange, bis die Shanty-Fans auf den Stühlen mitschunkeln. Am Samstagabend luden die Sänger das Publikum mit ihren Seemannsliedern und weiterem maritimen Liedgut ein, mit ihnen musikalisch von der Wehdemer Begegnungsstätte aus über alle Weltmeere zu schippern.

Die Lieder der Seefahrer dienten früher dazu, die harte Arbeit an Bord zu erleichtern. In der Begegnungsstätte stimmte die Crew des Shanty-Chors genau diese zur Unterhaltung des Publikums an. Und dieses freute sich über Gassenhauer, die von Heimweh und Fernweh erzählten, oder davon berichteten, wie hübsche Mädchen die Matrosen im Hafen erwarten, und schließlich von der Liebe handelten.

Gut besucht war die erste Veranstaltung des Stemweder Kulturrings im Herbst. Vorsitzender Wilhelm Brüning begrüßte rund 70 „Passagiere“ in der Begegnungsstätte, die die stimmgewaltigen Musiker auf der maritim geschmückten Bühne bei ihrer Reise begleiteten.

Wie der Name Shanty-Chor Dümmersee schon erahnen lässt, startete die Tour bei dem nahen niedersächsischen Binnengewässer, dem Dümmer. „Moin, moin, mien Dümmer“ lautete der Gruß, um mit „Adios, Leinen los“ „Einmal noch nach Bombay“ zu schippern. „Endlos sind die Meere“ und „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ wussten die Sänger. Auch das „Rumversteck im Achterdeck“ kannten die Musiker und natürlich versprachen sie gut gelaunt: „Ich bin bald wieder hier.“

„Der Shanty-Chor wurde im Jahr 1987 als Werkschor der Firma Elastogran in Lemförde gegründet. Später wurde er umbenannt in Shanty-Chor Dümmersee und wird seit 2005 von Peter Godek aus Bad Essen geleitet“, erklärte Vorsitzender Dieter Hohlt. Lange Zeit sei der Shanty-Chor eine reine Männersache gewesen. Vor einigen Jahren sei aber Irina Bergen als Akkordeonspielerin hinzugekommen, die die anderen Instrumentalisten an Akkordeon, Gitarre und Percussions seitdem unterstützt.

Abwechslungsreich gestalten am Sonnabend auch die Solisten den Liederabend des Kulturrings. „Die Tränen sind salzig und tief wie das Meer, doch mein Seemannsherz brennt lichterloh“ gab Rolf Baumgarten zum Besten. Im Original stammt das Stück von der Seemannscombo Santiano

Auch Shanty-Chor-Vorsitzender Hohlt zeigte, was er stimmlich drauf hat. „Sierra Madre“ – der Klassiker des volkstümlichen Schlagers kam gut an und textsichere Zuhörer sangen den Refrain lautstark mit. Sowieso schwappte gute Laune den ganzen Abend verteilt durch die Begegnungsstätte, was nicht zuletzt auf die Kappe von Moderator Rainer Schieffer ging.

Mehr als zwei Stunden lang präsentierten die Sänger des Shanty-Chors Seemannslieder, gespickt mit allerlei Gedichten, Dönkes und launigen Sprüchen, die die Zuschauer herzhaft lachen ließen. Klar, dass die Sänger nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen wurden.

Wer noch ein wenig der maritimen Stimmung mit nach Hause nehmen wollte, konnte in der Pause CDs vom Shanty-Chor erwerben.

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