Schulpflegschaftsvorsitzender Holger Heidmeyer hat nach wie vor Bedenken

„Wir brauchen keine zusätzliche Gesamtschule“

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Die Sekundarschule ist nach Ansicht von Holger Heidmeyer gut aufgestellt, die geplante Gesamtschule darum überflüssig.

Stemwede - Eine Gesamtschule in Stemwede? Aus Sicht von Holger Heidmeyer, Vorsitzender der Schulpflegschaft der bestehenden Sekundarschule, braucht das kein Mensch. „Wir haben eine ausgezeichnete Sekundarschule mit Nachhaltigkeit und gutem Konzept. Da brauchen wir keine zusätzliche Gesamtschule“, schreibt er als Reaktion auf die Ankündigung des Gesamtschulträgers INI, bereits jetzt – unter dem Vorbehalt, dass die Bezirksregierung die Gesamtschule noch genehmigen muss – Anmeldungen anzunehmen.

Heidmeyer hat nach wie vor diverse Bedenken. Zum einen äußert er Zweifel an der Qualität der Bewerber für die Lehrerstellen. „Welcher Lehrer mit erstem und zweitem Staatsexamen tut sich das an, für die INI zu arbeiten – vielleicht am Anfang nur in Teilzeit? Hier kommt es nicht auf die Anzahl der Bewerber an, sondern auf die Qualität“, so Heidmeyer.

Dann sei da das Problem des Schülertransports. Werden sich die Busse an die neuen Schulzeiten der INI anpassen? Laut Thomas Assmann, Geschäftsfeldleiter Bildung der INI, soll es anders herum laufen. Die Unterrichtszeiten würden so angepasst, dass sie mit den Busfahrplänen einigermaßen vereinbar seien. Auch bei der Pausengestaltung sieht der Schulpflegschaftsvorsitzende ein Problem. „Bisher haben wir getrennte Schulhöfe für 5./6., 7./8. und 9./10. Klassen. Gehen die INI-Schüler dann auf den Sportplatz in der Pause? Ach nein, geht ja nicht, die Pausenzeiten sind ja unterschiedlich, damit in der Schule ein Klingelterror entsteht“, schreibt er in seiner Mitteilung. Assmann verweist darauf, dass der kürzlich vorgestellte Zeitplan ein Rahmenplan ist. Natürlich würden die Pausenzeiten so angeglichen, dass die Schüler im Unterricht nicht gestört werden. Nicht nachvollziehen kann er die Aussage, dass Gesamt- und Sekundarschüler nach der Vorstellung Heidmeyers ihre Pausen getrennt verbringen sollen. „Wenn wir anfangen, die Kinder zu trennen, das wäre ja ganz furchtbar“, so Assmann. Rücksicht will die INI auch beim ab Mai möglichen Einzug walten lassen. Heidmeyer fürchtet, dass die Sekundarschüler während der zentralen Abschluss gestört werden. „Das werden wir auf jeden Fall beachten“, verspricht Assmann.

„Alle Eltern sollten ihre Kinder zunächst im Schulzentrum der Sekundarschule anmelden mit der Option, falls eine Gesamtschule kommen sollte, eventuell zu wechseln“, schlägt Holger Heidmeyer abschließend vor.

mer

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