Schule denkt über zusätzliche Klassen nach

Zwei Jahrgänge platzen aus allen Nähten

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - In den nächsten Jahren werden die Schülerzahlen in Stemwede rückläufig sein, doch momentan platzen zumindest die fünften und sechsten Klassen an der Stemweder-Berg-Schule aus allen Nähten. Weil die Klassengrößen inzwischen an die zulässige Obergrenze stoßen, überlegt Sekundarschulleiterin Heike Hachmann, für beide Jahrgänge zum Schuljahr 2016/17 die Gründung einer vierten Klasse zu beantragen. Entsprechende Gespräche mit der Bezirksregierung hat sie bereits geführt.

„Wir haben jede Menge Neuzugänge“, sagte Hachmann gestern auf Nachfrage. Einige kämen von anderen Schulen, einige seien auf Zuzüge nach Stemwede zurückzuführen, zudem habe die Sekundarschule bislang 15 Flüchtlinge aufgenommen, die nächsten seien ihr bereits angekündigt worden.

Wie an allen Schulen ist auch hier die Betreuung der Flüchtlinge eine Herausforderung für die Lehrer. Einige Schüler hätten bereits Grundkenntnisse der deutschen Sprache, mit anderen müsse man sich mit Händen und Füssen verständigen, so Hachmann. Die Schule bekomme aber Unterstützung vom Arbeitskreis Asyl, insbesondere Waltraud Holtkamp und Andrea Herrmann.

Aktuell sind laut Hachmann im Jahrgang fünf 84 Schüler gemeldet, darunter vier jugendliche Asylbewerber, im Jahrgang sechs 85 Schüler. Bei je drei Klassen entspricht das einem Schnitt von 28 Schülern pro Klasse. Das Land NRW hat als Klassenrichtwert 25 Schüler vorgegeben, die maximal Bandbreite liegt bei 20 bis 30 Schülern, in den Jahrgängen fünf und sechs sollten es maximal 29 sein. Rechnerisch wären also vier Klassen je Jahrgang möglich. Dann müssten der Sekundarschule allerdings auch mehr Lehrerstellen zugebilligt werden und der Raumbedarf wäre höher, was unter Umständen Auswirkungen auf das Raumkonzept der geplanten Gesamtschule haben könnte, die ebenfalls in dem Gebäudekomplex untergebracht werden soll. Im Fachressort der Bezirksregierung war gestern niemand zu erreichen, der Auskunft über mögliche Auswirkungen hätte geben können.

mer

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