Schüler informieren über Sexting

Wenn das Nacktfoto im Internet landet

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Sefa, Patrick, Marlin und Mathias (stehend v.l.) informierten ihre Mitschüler über die Gefahren von Sexting.

Wehdem - Ein verliebtes Mädchen macht ein Nacktfoto und schickt es ihrem Freund. Oder ein Paar fotografiert sich beim Sex, mit der Absicht, dass niemand das Bild je sehen soll. Doch durch unglückliche Umstände gelangen intime Aufnahmen ins Internet – und alle Klassenkameraden, Kollegen und Nachbarn können sie sehen, kommentieren und weiterschicken.

Mit solchen Szenarien wurden die Schüler der siebten bis zehnten Klassen der Stemweder-Berg-Schule nun konfrontiert. Patrick (9a), Sefa (7a), Mathias (7b) und Marlin (9d) informierten ihre Mitschüler über Sexting. Sie hatten sich zuvor in Minden zu dem Thema weitergebildet und den Auftrag bekommen, ihr Wissen weiterzugeben. Dies taten sie anhand von vier 15-minütigen Vorträgen in der Begegnungsstätte.

Das Wort „Sexting“ setzt sich den jungen Referenten zufolge aus den Wörtern „Sex“ und „Texting“ (englisch: jemandem eine SMS senden) zusammen und beschreibt die Kommunikation über sexuelle Themen via digitaler Medien. Gefährlich sind laut einem Video, das Patrick, Sefa, Mathias und Marlin zu Beginn ihrer Info-Veranstaltungen abspielten, unter anderem Apps wie „Snapchat“. Mit dieser Handy-Anwendung können Bilder versendet werden, die sich auf dem Handy des Empfängers nach wenigen Sekunden wieder löschen. Doch ein Screenshot – ein Foto des Bildschirms – genüge, um das Bild gegen den Willens des Senders dauerhaft zu speichern, so die Botschaft des Films.

Die Siebt- bis Zehntklässler bekamen den Rat, intime Momente zu genießen, ohne sie auf Fotos festzuhalten. Weitere Tipps: Empfänger prekärer Bilder mit Bedacht wählen, das Gesicht verbergen, Metadaten des Fotos löschen und geschützte Speicher nutzen. Die Referenten erinnerten zudem daran, dass der Besitz von Nacktfotos Minderjähriger strafbar ist.

Unterstützt wurde die Aktion von Schulsozialarbeiterin Stephanie Beckers. „Einige sind gut aufgeklärt, für andere ist das Thema völlig fremd“, beschreibt sie die Reaktion der Schüler.

ks

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