Schnelles Internet für weitere Ortschaften

Glasfasernetz-Ausbau schreitet voran

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In Haldem fing es an. Dort verlegte RWE die ersten Rohre für Glasfaserkabel des Anbieters Hugo Internet.

Stemwede - Von Anika Bokelmann. Mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Netz surfen – das ist selbst in Großstädten nicht überall möglich. Rund um den Stemweder Berg erfreuen sich seit vergangenem Jahr aber viele über die schnellen Internetverbindungen, die aufgrund des neu ausgebauten Glasfasernetzes funktionieren. Bald könnten es noch mehr werden.

Der Telekommunikationsanbieter Hugo Internet und RWE Deutschland haben diverse Ortsteile rund um den Stemweder Berg von Haldem über Westrup, Wehdem, Oppenwehe bis ins niedersächsische Brockum und Hüde vor rund einem halben Jahr an das schnelle Internet angeschlossen. Im Dezember sind die ersten Kunden ans Netz gegangen. Mit mehr als 100 Verträgen vermeldeten die Verantwortlichen schon gleich zu Beginn eine hohe Resonanz. „Wir sind im Kernbereich schon sehr weit“, lautet die aktuelle Bilanz des geschäftsführenden Gesellschafters von hugo, Dennis Kornehl.

Er hofft auch im weiteren Verlauf des Ausbauprojekts auf solch positive Rückmeldungen. Kornehl erklärt auf Nachfrage, dass möglicherweise noch im Herbst wieder Bagger anrollen könnten, um weitere Glasfaserkabel in die Rohrleitungen des Stromanbieters Westnetz zu legen. Dann ist der Bereich rund um den Alten Postweg an der Reihe und Niedermehnen, Destel und Twiehausen könnten Zugang zum schnellen Internet bekommen.

Wie auf einer Perlenschnur wolle man die Ortsteile miteinander über das Glasfasernetz verknüpfen, verdeutlicht Kornehl das Vorhaben. „Wir brauchen eine Mindestquote von 50 Verträgen, um die Kosten zu rechtfertigen“, erklärt Kornehl, der von einer Realisierung des Ausbaus ausgeht. Denn bereits bei einer Bürgerversammlung im Gasthaus Jobusch in Niedermehnen hätten kürzlich viele Stemweder Interesse bekundet.

„Es waren mehr als 100 Leute da. Viele von ihnen haben direkt vor Ort einen Vorvertrag unterschrieben“, berichtet Kornehl. Mit diesem hätten die Unterzeichner eingewilligt, dass schnelle Internet nutzen zu wollen, wenn es denn in dem Bereich angeboten wird. Sollte die Quote nicht erreicht werden, würden die Verträge keine Bedeutung mehr haben.

Sicher würden noch weitere Neukunden dazukommen, denn durch Gespräche habe sich das leistungsstarke Netz bereits einen Namen in der Region gemacht, ist Kornehl überzeugt. Bis Ende Juni sollen die 50 Verträge erreicht sein, damit es noch vor den Sommerferien an die detaillierten Planungen gehen kann.

Kornehl lobt die Synergieeffekte, die sein Unternehmen zusammen mit dem Stromanbieter Westnetz der RWE erzielt habe: „Ohne die Erneuerung der Stromleitungen hätten wir den Internetausbau nicht machen können. Das wäre zu kostspielig gewesen“, erklärt der Unternehmer und erinnert an die Vorgehensweise: Die RWE verlegt bei Kabellegungen Leerrohre für Glasfasernetze mit und senkt dadurch die Kosten für die Internetanbindung. Denn dies ermöglicht die Aufnahme von Glasfasern in die Leerrohre ohne weitere Erdarbeiten.

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