Ziel: Wieder Landesstützpunkt werden

Schießanlagen sollen Jugendarbeit stärken

Mitglieder des Ausschusses und der Verwaltung warfen vor der Sitzung einen Blick in das Schießsportzentrum. Dort sollen bald neue Meyton-Anlagen installiert werden. - Fotos: Schmidt

Oppenwehe - Die Oppenweher Sportschützen möchten ihr Schießsportzentrum mit fünf neuen Meyton-Schießanlagen aufwerten. Ein Wunsch, der am Mittwoch im Stemweder Ausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Kultur auf Zustimmung traf. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich dafür aus, den Schützenverein mit einem Zuschuss in Höhe von 7 750 Euro zu unterstützen.

Die Meyton-Schießanlagen sind laut Günter Sprado, Kreissportleiter des Schützenkreises Lübbecke, von existenzieller Bedeutung. Sie sollen ihm zufolge dem Erhalt der Schüler- und Jugendarbeit im Schießsportzentrum dienen – da mittels Lichtpunktgewehren auch ohne Munition geschossen werden kann, seien sie auch für Schüler unter zwölf Jahren gut geeignet.

Generell wird die Arbeit mit dem Nachwuchs in Oppenwehe groß geschrieben: Das Schießsportzentrum wurde im vergangenen Jahr von dem Westfälischen Schützenbund als sogenannte „Talentinsel“ ausgezeichnet.

Außerdem erhoffen sich die Verantwortlichen des Vereins, dass das Zentrum wieder als Landesleistungsstützpunkt für Olympia anerkannt wird. Einen Titel, den es im Jahr 2012 aus geografischen Gründen verloren hatte.

Anschaffung kostet 20.000 Euro

Die neuen Schießanlagen werden etwa 20.000 Euro kosten. Neben den 7 750 Euro von der Gemeinde soll Geld des Schützenvereins und des Schützenkreises Lübbecke in die Modernisierungsmaßnahme fließen. Weitere Mittel kommen aller Voraussicht nach durch Spenden von Vereinsmitgliedern, regionalen Banken und Gewerbebetrieben zusammen. Die Installation der Anlage möchten die Sportschützen dann selber übernehmen.

Uta Gesenhues (Grüne) war als einziges Ausschussmitglied dagegen, die Mittel für den Zuschuss in den Haushalt 2017 einzustellen. Sie erinnerte an den Grundsatz ihrer Partei, keinen Schießsport zu unterstützen. Für sie überschreite es ethische und moralische Grenzen, Kinder unter zwölf Jahren ans Schießen heranzuführen. Es gebe genügend andere, sinnvollere Beschäftigungen, meinte sie.

Die anderen Ausschussmitglieder stimmten für den Zuschuss. Aus ihren Reihen gab es Lob für das aktive Schützenwesen in Stemwede und Zuspruch für die Bemühungen der Oppenweher Schützen, das Schießsportzentrum wieder zu einem Landesstützpunkt zu machen.

Günter Sprado zeigt eine Lichtpunkt-Schießanlage. Ob der Schütze getroffen hat, wird auf einem kleinen Monitor angezeigt.

Eine paar Ausschuss- und Verwaltungsmitglieder hatten im Vorfeld der Sitzung die Oppenweher Schießanlagen gemeinsam mit Günter Sprado besichtigt. Außerdem warfen sie einen Blick auf die im vergangenen Jahr sanierten Toiletten. Für die Sanitäranlagen hatte die Gemeinde Stemwede die Materialkosten in Höhe von 22.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten wurden ehrenamtlich in Eigenleistung der Vereinsmitglieder ausgeführt.

Das Schießsportzentrum befindet sich nach wie vor im Gemeindeeigentum. Von einer Übertragung der Anlage auf den Schützenverein wurde aufgrund der herausragenden Bedeutung als Landesleistungsstützpunkt beziehungsweise nun als Talentinsel abgesehen. - ks

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