Tag der offenen Tür bei Wehdemer Schützen

Ruhiges Händchen und scharfer Blick

Detlev Klanke überprüft den richtigen Griff von Daniel Stankus (r.), der das Kleinkalibergewehr ausprobiert. - Fotos: Mühlke

Wehdem - Schießsport übt auf viele eine gewisse Faszination aus. Was sich hinter der spannenden Sportart verbirgt und welche Möglichkeiten diese Freizeitbeschäftigung geraden jungen Leuten bietet, darüber informierte der Wehdemer Schützenverein am Sonnabendnachmittag und öffnete seine Pforten für alle interessierten Gäste.

Beim Tag der offenen Tür durften Laien unter fachlicher Aufsicht Pistole und Gewehr in die Hand nehmen und sich auf dem vereinseigenen Schießstand ausprobieren. „Wir wollen über unser Hobby informieren und zeigen, dass Schießen ein richtiger Sport ist, der jede Menge Konzentration, Geschick und vor allem ein ruhiges Händchen und einen scharfen Blick verlangt“, erklärte Charlott Klanke, zweite Jugendwartin im Wehdemer Schützenverein.

Vor allem aber sei es ein Sport für die ganze Familie. „Jeder, der Interesse am Schießsport hat, ist in unserem Verein willkommen“, sagte Detlev Klanke. Neben den sportlichen Aktivitäten würde natürlich auch Geselligkeit und Zusammenhalt im Verein gelebt.

Der im Jahr 1908 gegründete Schützenverein Wehdem gliedert sich in verschiedene Abteilungen: Schießsport, Spielmannszug, Damenschießgruppe, Jungschützen und die Alte Garde für die Senioren. Rund 400 Mitglieder gehören den verschiedenen Abteilungen an. Das Schützenjahr lebt neben schießsportlichen Wettkämpfen von zahlreichen geselligen Veranstaltungen.

Am Sonnabend durften alle Interessierten in die verschiedenen Disziplinen des Schießsportes schnuppern. Für die jüngsten Gäste hielten die Verantwortlichen das Lichtpunkt-Gewehr bereit. „Damit dürfen Kinder ab fünf Jahren schießen“ erklärte Charlott Klanke. Mit Luftpistole und Luftgewehr dürfte ab einem Alter von zwölf Jahren geschossen werden und Kleinkaliber ab 14 Jahren. Ein solches Kleinkalibergewehr hatte Detlev Klanke aus seinem Privatbesitz mit zum Aktionstag gebracht. „Das ist ein ehemaliges Offiziersgewehr der Engländer von 1882. Dort wurde es als Übungsgewehr genutzt. Heute ist es ein Sammlerstück“, sagte er stolz und stellte es zum Ausprobieren zur Verfügung.

Arne Lütkemeier (r.) und Christian Schnier schauen durch das Fernrohr, ob der Schuss ins Schwarze geht. Das beaufsichtigen (v.l.) Charlott Klanke, Detlev Klanke und Jessica Tiemann.

„Jeder, der Lust hat, das Schießen einmal auszuprobieren, kann auch gerne zu einem unserer Übungsabende, jeweils mittwochs, ab 19 Uhr, in die Schützenhalle kommen“, luden die Verantwortlichen – Sebastian Siebe und Charlott Klanke als Jugendschießwarte und deren Team um Horst Tiemann, Detlev Klanke, Jessica Tiemann und Manuel Röhe am Sonnabend herzlich ein.

Damit niemand hungrig wieder die Schießhalle verlassen musste, legten Gerhard und Elisabeth Nolte Bratwürstchen auf den Grill und versorgten die Besucher mit Muffins und Getränken. - hm

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