Kindergartenkinder bepflanzen in Haldem mit der Unterstützung der Edeka-Stiftung neues Hochbeet mit Gemüse

Rucola und rote Beete schmecken den „Heidemäusen“

Damit das Gemüse auch wächst, müssen die Kinder der Haldemer Kita ihr Beet regelmäßig gießen. - Fotos: Bokelmann

Haldem - Kinder und frisches Gemüse sind meistens zwei Worte, die sich gegenseitig ausschließen. Nicht so bei den Kindergartenkindern der „Heidemaus“ aus Haldem. Die Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtung in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) pflanzen seit vier Jahren das eigene Gemüsebeet in Haldem gemeinsam mit den Kindern an, pflegen die Pflanzen, ernten und essen sie. Am Montag war es wieder einmal soweit: Die „Maxi-Kinder“, die im nächsten Jahr in die Schule kommen, machten sich die Hände schmutzig für frischen Salat, Möhren und Co..

Eine Grundlage der pädagogischen Arbeit der DRK-Kita ist ein Projekt der Edeka-Stiftung. Aljona Schneider und Yvonne Krause von der Stiftung brachten das Gemüsebeet für die Kinder und erklärten den Jungen und Mädchen während der Pflanzaktion die Gemüsesorten und auf was bei deren Anbau zu beachten ist. Unter anderem lernten die Kinder, dass Rucola „Löwenzahn für Menschen“ ist und dass Mangold als „farbiger Spinat“ angesehen werden kann.

Auch Michelle Opitz hatte ein Auge auf die neun Mini-Gärtner, die zum Abschluss ein Zertifikat erhielten. Die Auszubildende im zweiten Lehrjahr beim Leverner Edeka-Markt von Frank Hartmann will die „Heidemäuse“ erneut besuchen, wenn die Ernte ansteht. Denn der heimische Einzelhändler hat die Patenschaft übernommen.

Bis zur Ernte müssen die Jungen und Mädchen Salat und rote Beete hegen und pflegen. Doch schon beim Einpflanzen zeigte sich, dass die „Maxi-Kinder“ einen grünen Daumen haben. Nur wenige Hinweise waren nötig – „ihr müsst beim Mangold auf die Blätter aufpassen“ – bevor die Setzlinge in die Erde gebracht wurden und daneben die „Regenwurm-Wettrennen-Rinne“ für die Samen entstand.

Jannes und Mia Zoe kennzeichnen unter Anleitung von Yvonne Krause die Pflanzen mit den selbstgebastelten Schildern.

„Eisbergsalat mag ich am liebsten“, verkündete Mia Zoe am Rande der Aktion, die am Ende zu einem gemeinsamen Kochevent führen wird. „Im vergangenen Jahr haben wir Möhrensuppe gekocht und leckeren Salat zubereitet“, erinnerte sich Christina Frobieter. Die Einrichtungsleiterin weiß, dass Kinder Obst und Gemüse mit mehr Begeisterung essen, wenn sie einen direkten Bezug dazu haben. Das unterstrich auch Yvonne Krause: „Es geht auch darum, dass die Kinder wieder mit Erde in Berührung kommen und wissen, wo ihr Essen herkommt.“ Schließlich handele es sich um ein Erlebnis-Projekt, das die Edeka-Stiftung für die Kitas anbietet. Dafür kommen die Akteure zwischen April und Juni bundesweit in die Einrichtungen, um die Pflanzen in die Erde zu bringen. Die Vertreter der Stiftung bringen dann alle nötigen Utensilien mit – vom Hochbeet bis zu Samen und Erde.

Als das nun in Haldem geschehen war, präsentierten die Betreuerinnen Rafaela Binzen und Bianka Henke die selbstangefertigten Schilder – schließlich soll für alle Kinder der Einrichtung erkennbar sein, was im Hochbeet und dem angrenzenden Garten wächst und gedeiht. Darüber kam zum Abschluss noch ein Vogelnetz zum Schutz des Gemüses.

„In unserem Kindergarten legen wir Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung“, sagt Christina Frobieter, die sich freut, dass mit dem Edeka-Projekt Alternativen zu Süßigkeiten und Fertigprodukten aufgezeigt werden. So würde der Nachwuchs lernen, dass Obst nicht in der Dose wächst, und mit unverarbeiteten Lebensmitteln in Berührung kommen. „Von der Vorbereitung bis zur Herstellung des Essens ergeben sich vielfältige Anlässe des Erfahrungslernens“, lenkt Frobieter den Blick auf das Ziel der Hochbeet-Bepflanzung in der „Heidemaus“.

Ein weiterer Anlass besteht darin, dass die Kita seit Beginn des Jahres die Zertifizierung zum „Ort des gesunden Aufwachsens“ anstrebt.

Kindertageseinrichtungen, die sich für das Projekt interessieren, erhalten über die Internetseite weitere Informationen. Dort sind auch Anmeldungen für das kommende Jahr möglich.

abo

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