„Rock am Turm“ in der vierten Auflage 

Ein rockiger Abend in den Sommerferien

„Stonepit“-Frontmann Kristof Steinkuhle (vorn) heizte den Besuchern zusammen mit seinen Bandkollegen (v.l.) Kathrin Meier, Roelof Klein Ovink und Marcel Barlach nach dem Regenschauer ordentlich ein. - Fotos: Bokelmann

Westrup - Von Anika Bokelmann. Ob Sonne, Hitze, Sturm oder Regen – wenn das alljährliche Outdoor-Konzert in Westrup ansteht, kann kein Wetter die Musikfans vom Feiern abhalten. So kamen am Dienstagabend wieder zahlreiche Stemweder zum „Rock am Turm“ und lauschten in entspannter Atmosphäre der Sängerin „NaLe“ und der Band „Stonepit“. Der Regen in der Pause zwischen den Acts ließ die Westruper und ihre Gäste unter den Schirmen und den Pavillons zusammenrücken.

„Jedes Jahr kommen mehr Besucher“, freute sich Klaus Teipel, dass der musikalische Abend in der inzwischen vierten Auflage wieder regen Anklang fand. Rund 150 Stemweder steuerten, größtenteils mit dem Fahrrad, den Glockenturm und somit das Zentrum der Flächengemeinde an, genossen ein Eis, tranken in geselliger Runde Bier, Sekt oder eine Mischung mit dem klangvollen Namen „Abendröte“ und ließen den Musik der heimischen Künstler auf sich wirken. „Wir sind keine Konkurrenz zu den großen Festivals, aber auch Besucher aus Levern und Wehdem kommen gerne hierher“, erklärte sich Teipel den Besucherzustrom.

„Insbesondere die älteren Besucher kommen allein wegen des Eiswagens“, wusste Klaus Teipel von der Westruper Dorfwerkstatt, die mit weiteren Personen der Dorfgemeinschaft für die Veranstaltung federführend verantwortlich ist. Der Eiswagen „von Giovanni“ aus Bohmte lockte auch in diesem Jahr wieder mit leckeren Kreationen und Eissorten und erfreute damit Groß und Klein. Denn das Publikum beim Westruper Rockkonzert unterm freien Himmel bestand aus einer bunten Mischung aller Altersgruppen.

Entstanden ist „Rock am Turm“ dank eines Westruper Bürgers, der vor drei Jahren ein sogenanntes Wohnzimmer-Konzert gewonnen hatte. Dies wollte er mit seinen Nachbarn und Freunden teilen und so verlagerte er den Auftritt auf den öffentlich Platz. Die Premiere fand so viel Zustimmung, dass nun alljährlich Musiker auf dem Platz am Glockenort in Form eines Hutkonzerts auftreten. Im Verlauf des Abends geht ein Hut durch die Zuschauerreihen, in den jeder Gast einen beliebigen Betrag werfen kann. „Das Geld aus dem Hut kommt zu hundert Prozent der Musik zu Gute“, versicherte Teipel. Was zudem in den an den Theken und am Bratwurststand aufgestellten Sparschweinen landete, nutzt die Dorfwerkstatt für ortsinterne Projekte.

Nachdem sich zahlreiche Besucher eingefunden hatten, stimmte „NaLe“ die ersten Töne an. Die junge Sängerin, hinter deren Künstlername sich die Westruperin Anna Lena Weingärtner verbirgt, überzeugte mit Coverversionen bekannter Künstler, denen sie stets einen individuellen und eigenen Touch verlieh. Zur Eröffnung sang die junge Frau den ruhigen Titel „Hey Soul Sister“ der amerikanischen Rockband Train. Sich selbst auf der Gitarre begleitend, gab sie anschließend unter anderem noch Adeles „Rolling in the Deep“ sowie „Who knew“ von Pink zum Besten und wurde mit reichlich Applaus belohnt.

„NaLe“, alias Anna Lena Weingärtner aus Westrup eröffnete das „Rock am Turm“-Konzert mit Coversongs.

Kurz nachdem die letzten Töne von „NaLe“ erklungen waren, war es mit dem guten Wetter zunächst vorbei: Ein heftiger Regenschauer ging über Westrup nieder und im Nu standen die Bierzeltgarnituren verlassen da. Die Zuhörer drängten sich unter die großen Sonnenschirme und die Pavillons. Doch dank des Improvisationstalents mussten auch die Musiker von „Stonepit“ nicht zurückstecken: Spontan wurde ein weiteres Zelt vor der Bühne aufgestellt. Das Quartett „Stonepit“, bestehend aus Kristof Steinkuhle, Roelof Klein Ovink, Marcel Barlach und Kathrin Meier, griff sodann deutlich härter in die Gitarrensaiten und präsentierte eine Mischung aus modernen und klassischen Rockelementen. Den Auftritt beim „Rock am Turm“ hatte sich Kristof Steinkuhle als gebürtiger Westruper schon länger gewünscht. Der inzwischen in Wehdem lebende Musiker ist dabei Klaus Teipel zufolge nicht der einzige, der Interesse an einem Gastspiel auf der Westruper Open-Air-Bühne bekundet. „Wir haben schon eine kleine Liste mit Musikern, die insbesondere die lockere Atmosphäre der Veranstaltung zu schätzen wissen“, berichtete Teipel. Die Veranstaltung sei inzwischen dafür bekannt bei den Musikern, sich einen Namen in der heimischen Musikszene zu machen, so der Vertreter der Dorfwerkstatt.

Zur guten Stimmung trug nicht zuletzt auch die Illumination der Bäume, des Glockenturms und des Teiches bei, für die Christopher Tebbe verantwortlich zeichnete. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein „Rock am Turm“-Konzert geben. „Natürlich wieder in den Ferien und in der Woche“, sagte Teipel – das mache den besonderen Charme aus.

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