Rike Köllner fertigt Babysachen / Oppenweherin morgen bei STiK in Wehdem

Autodidaktisch zur kreativen Hobbynäherin

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Die kleine Mila (halbes Jahr) profitiert von Rike Köllners Kreativität. So hat die 31-Jährige ein Kissen für ihre Tochter bestickt.

Oppenwehe - Von Anika Bokelmann. „Wenn ich doch auch nur solch schöne Sachen selbst machen könnte“, wünschte sich Rike Köllner, als sie vor zweieinhalb Jahren auf einer Textilmesse in Bielefeld Taschen, Kinderkleidung und mehr bewunderte. Wieder zurück in Oppenwehe, ließ Köllner Taten folgen. Sie machte ihre ersten Nähversuche und hat bis heute zahlreiche Stücke angefertigt, die sie morgen bei der Kunsthandwerkermesse „Stemwede ist kreativ“ (StiK) in der Begegnungsstätte in Wehdem präsentieren wird: vom Lederschuh über Kissen bis Taschen.

In dem hellen Nähzimmer im Obergeschoss des Wohnhauses der Familie reihen sich große und farbenfrohe Taschen an Schlüsselanhänger. Tücher und kleine Babyschuhe stehen im Regal neben Körnerkissen und Babymützen. „Ich mache nur Kindersachen, weil die Stoffe einfach schöner sind“, sagt Köllner, der eigenen Aussagen zufolge ohne das Nähen Zuhause langweilig werden würde.

Insbesondere profitiert Baby Mila von der Kreativität der 31-Jährigen, die sich autodidaktisch das Nähen via Internetanleitung beigebracht hat. Dort gebe es unzählige Vorlagen, so die passionierte Näherin. Ihre Mutter, Großmutter und Tanten, allesamt gelernte Schneiderinnen, hat sie kaum zu Rate gezogen.

„Nachdem ich zu Beginn auf einer geliehenen Nähmaschine gearbeitet habe, sind es heute modernere Geräte, mit denen die Sachen entstehen“, beschreibt Köllner die Entwicklung ihrer kleinen modernen Nähstube. Auch eine Stickmaschine gehört dort inzwischen zu den Arbeitsgeräten der Oppenweherin, die sich von ihrer ersten Patchworkdecke bis zu komplizierten Mustern hochgearbeitet hat.

Doch die erste Maschine gibt es noch: „Damit lässt sich Leder leichter nähen“, erklärt Köllner. Bei den Stoffen bedient sie sich an dem, was ihr selbst gefällt – mal sind es schwedische Motive, mal muss es bunt sein. „Für Mädchen gibt es immer mehr Auswahl“, ergänzt sie. Momentan seien individuell bestickte Lampen aus ihrem Sortiment der Renner, so Köllner. „Die eignen sich prima als Geschenk zur Geburt“, nennt die gelernte Arzthelferin eine Verwendungsmöglichkeit. „Eine meiner Taschen hat es sogar bis nach Australien geschafft“, berichtet die 31-Jährige stolz.

Das Nähen ist für Rike Köllner ein Hobby. Dafür hat sie zwar inzwischen aus rechtlichen Gründen ein Kleingewerbe angemeldet, aber wenn Mila größer ist, will Köllner wieder zurück in die Praxis. Das Nähen will sie aber nicht aufgeben. Kunden können auch mit Wünschen an die Oppenweherin herantreten. „Ich nehme gerne neue Herausforderungen an, weil ich dann nie weiß, was letztlich für ein Stück dabei herauskommt“, sagt Köllner. Die Möglichkeit für einen ersten Kontakt zu der kreativen Frau besteht morgen von 11 bis 18 Uhr bei Stik.

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