Reinhold Kreft wird mit Richard-Werncke-Preis der FDP ausgezeichnet

Ein Mann der Kompromisse

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Kai Abruszat (vorne l.) überreicht dem überraschten Reinhold Kreft den Richard-Werncke-Preis. Mit ihm freuen sich (v.l.) Klaus Peter Matthies, Cornelia Müller-Dieker, Hans-Eckhard Meyer und Andreas Eickmeier.

Wehdem/Oberlübbe - Eine seltene Auszeichnung der FDP des Kreises Minden-Lübbecke, die seit ihrer Geburtsstunde vor 16 Jahren erst zum dritten Mal verliehen wurde, ist am Montagabend Reinhold Kreft zuteil geworden. Der 71-Jährige aus Oberlübbe (Hille) zeigte sich überrascht, als Kai Abruszat ihm den Richard-Werncke-Preis im Stemweder Hof in Wehdem überreichte.

Abruszat erklärte in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der freien Demokraten, dass die seltene Auszeichnung „Vorbildern der Demokratie“ vorbehalten sei. „In Zeiten, in denen das Ehrenamt weniger wird und viele keine Verantwortung mehr für ihre Entscheidungen übernehmen wollen, brauchen wir Kümmerer“, so Abruszat. Solch einen „Kümmerer“ habe man in Reinhold Kreft gefunden. Denn er habe stets für seine Meinung gestanden.

Kreft ist seit 1960 bei der FDP tätig und engagiert sich neben der Politik auch in der Kirche – Kreft ist seit 27 Jahren Presbyter in seiner Heimatgemeinde sowie Synodenvertreter und Kirchenmeister. „Die Krefts dieser Welt sind unbezahlbare Vorbilder“, lobte Kai Abruszat das Wirken des Preisträgers, der den Pokal sowie den Liber-Taler bekam. „Eigentlich bin ich heute Abend als Schatzmeister hergekommen“, bedankte Kreft sich bei seinen Parteikollegen.

Der gelernte Bankkaufmann nennt bereits die Theodor-Heuss-Medaille in Gold für sein politisches Wirken sein Eigen und sagt selbst über sein Engagement: „Ich arbeite aus einer Minderheitenposition heraus. Wir müssen im Interesse der Sache Kompromisse schließen und Lösungen finden, die niemanden verletzen.“ Dabei gelte es auch, verbindliche Aussagen zu treffen und einen guten Ausgleich zu schaffen, so der zweifache Vater und siebenfache Großvater.

Der Ehrenpreis gebühre Kreft nicht nur für seine persönlichen Leistungen, sondern auch für die zahlreichen Begegnungen während seiner FDP-Laufbahn, so Abruszat, der auch weiterhin auf den Rat des 71-Jährigen vertrauen will.

Der Preisverleihung war die Sitzung des FPD-Kreisvorstands und Kreistagsfraktion vorausgegangen. Dabei diskutierten die Liberalen unter der Leitung des Fraktionschefs Klaus Peter Matthies unter anderem über die demografische Entwicklung des Kreises. Zudem bot sich den Liberalen die Gelegenheit, sich über die Ortsgrenzen hinweg auszutauschen

Der Richard-Werncke-Preis wird seit 1999 an verdiente Politiker der Freien Demokratischen Partei verliehen. Gestiftet von Kreisvorstand und Kreistagsfraktion der Mühlenkreis-Liberalen gab es vor Reinhold Kreft erst zwei weitere Preisträger: den ehemaligen Vize-Landrat Kurt Brückner (2001) und den ehemaligen Vize-Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica und ehemaligen Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, Hans-Martin Polle (2010). Der Preis ist benannt nach dem Unternehmer Richard Werncke, Mitglied des Kreistags von 1956 bis 1989 sowie Gründungsmitglied der FDP auf Bundesebene im Jahr 1948.

abo

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