Reger Andrang bei Pizzeria für Tansania im Leverner Gemeindehaus / Unterstützung für Studentenwohnheim in Ostafrika

Essen für den guten Zweck

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Acht Stücke Pizza bekommt Annette Kasten in Levern aus einem Blech – davon sind einige nötig, um die hungrigen Gäste und Abholer zufrieden zu stellen.

Levern - Als die ersten Gäste am späten Nachmittag in die Pizzeria für Tansania kamen, hatten einige Helfer schon mehrere Stunden in der Küche gestanden. Denn während der vierstündigen Öffnungszeit blieb nicht mehr viel Zeit für weitere Vorbereitungen. Ab dann hieß es Pizzableche im Akkord in den Ofen schieben, Salat- und Dessertschüsseln nachfüllen und Getränke an die Tische bringen.

Am Wochenende war im Leverner Gemeindehaus wieder einmal viel Betrieb. Bereits dreieinhalb Stunden vor dem offiziellen Beginn war die erste Schicht der rund 30 Helfer der evangelischen Kirche aktiv. Während Sabine Heidemann aus 30 Kilo Mehl sowie weiteren Zutaten den lockeren Teig für die italienische Spezialität herstellte – wohlgemerkt nur für einen Abend, übernahmen andere Helfer die Tischdekorationen oder schnibbelten weiter Salat. „Die Desserts spenden Helfer, die keine Zeit haben, vor Ort zu helfen“, erklärte Ulrike Kollweier am Abend in der provisorisch eingerichteten Küche zwischen Bestellzettel-Annahme und Schneidetisch. Den Boden schützten die Helfer, darunter auch einige Katechumenen, mit einem Teppich.

Den großen Ofen leihen sich die Kirchengemeinden reihum aus Espelkamp aus. Dieser wird auf 250 Grad Celsius geheizt und immer wieder gefüllt. Doch auch wenn alle satt sind, ist für die Helfer noch kein Feierabend – „mit Abwaschen und Aufräumen sind wir sicher noch ein paar Stunden beschäftigt“, weiß Kollweier aus Erfahrung. Diese sagte ihr auch, dass der Sonntag stets noch besser besucht ist als der erste Pizzeria-Tag.

Mit Schutzhandschuhen ausgestattet, schob Govert Homburg Blech um Blech in den Ofen, damit Nachschub für die Gäste rankommt. Die bekamen von der Hektik, bei der aber auch der Spaß nicht zu kurz kam, gar nichts mit. Im Gemeindehaus warteten sie bei kühlen Getränken auf ihr Essen. Da war für jeden Geschmack etwas dabei, denn schließlich waren vier verschieden Pizzen zu erschwinglichen Preisen im Angebot, von Thunfisch über Ananas und Schinken bis zur Veggie-Variante.

Das Abendessen sorgte aber nicht nur für satte und zufriedene Besucher, sondern erfüllte auch wieder einen guten Zweck. Das Geld spenden die Ehrenamtlichen stets an die Partnergemeinde Bweranyange in Tansania. „Diesmal wird mit dem Erlös der Bau eines Studentenwohnheims gefördert“, sagte Presbyterin Ulrike Kollweier. So könnten die Studenten der neuen Universität künftig auch sicher wohnen.

Wer am Wochenende keine Zeit für die Pizzeria für Tansania hatte, bekommt am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. März, die nächste Gelegenheit: Dann ist die Wehdemer Kirchengemeinde Ausrichter der Veranstaltung und lädt von 17 bis 21 Uhr ins Gemeindehaus ein.

abo

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