Rasentrecker drehen auf staubiger Naturrennbahn am Moorhof ihre Runden

Nichts für schwache Nerven

+
Mit Ehrgeiz und jeder Menge Spaß kämpften die Fahrer beim Oppenweher Rasentreckerrennen um einen Platz auf dem Treppchen.In der Rennpause wird geschraubt.

Oppenwehe - Von Heidrun Mühlke. Nichts für schwache Nerven und schon gar nichts für Hitzeempfindliche war am Sonnabend, dem wohl bis dahin heißesten Tag des Jahres, die neunte Auflage des Rasentreckerrennens in Oppenwehe. Auf dem weitläufigen Gelände am Gasthof Moorhof hatten fleißige Helfer einen gut 500 Meter langen Rundkurs mit 19 Kurven angelegt, den es für die Teilnehmer in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen galt.

Insgesamt lieferten sich 45 Fahrer der jeweiligen Rennställe aus ganz Deutschland, mit Sicherheitshelm und schnittigem Renndress ausgestattet, eine spannende Verfolgungsjagd auf der staubigen Naturrennstrecke. „Kein Sport für Weicheier“, so die Veranstalter des Spektakels, die Rasentreckerfreunde Oppenwehe-Oppendorf. Das Rennen sei harte Arbeit für die Teilnehmer, schließlich donnern die Rasentrecker mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometer über die holprige Piste. Da kamen die Fahrer ganz schön ins Schwitzen, wenn die Boliden um die Kurve drifteten oder wie ein Geschoss abhoben, wenn sie einen Huckel auf der Rennstrecke erwischt hatten.

Nur mit Geschwindigkeit war beim Rasentreckerrennen allerdings kein Blumentopf zu gewinnen. Die wagemutigen Piloten mussten zudem viel fahrerisches Können an den Tag legen. Rund 40 Teams waren mit Fahrern, Mechanikern und einer Fan-Truppe angerückt. Gemeinsam mit vielen Zuschauern feuerten sie die Fahrer vom Rand der mit Strohballen gesicherten Rennstrecke an.

Für die Renn-Rasenmäher galt die Vorgabe, dass sie einen serienmäßigen Rahmen und einen Rasentreckermotor haben müssen. Da blieb noch jede Menge Spielraum für kreative Tüftler, die Boliden zu tunen. Bis zu 50 PS haben die Rasentrecker unter der Haube und können Spitzengeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern erreichen. Neben der Geschwindigkeit ist die Zuverlässigkeit der Mäher aber mindestens genauso wichtig, damit die Fahrer am Ende noch die Zielflagge erblicken.

Rasentreckerrennen in Oppenwehe

Das Geschlecht der Fahrer spielte keine Rolle – zumal sie nach dem Rennen sowieso bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt waren. So waren zwei Frauen unter den Teilnehmern, die ordentlich über die holprige Piste heizten und wie ihre männlichen Kollegen für Nervenkitzel und jede Menge Spaß sorgten.

Viele Zuschauer hatten sich indes ein schattiges Plätzchen unter Bäumen gesucht oder sich mit Sonnenschirmen ausgestattet. Wem das nicht reichte, um die extreme Hitze zu ertragen, dem half ein nasses Handtuch über dem Kopf. Sowieso hatten die Veranstalter für unterschiedlichste Arten von Abkühlung gesorgt und ein großes Planschbecken und eine Outdoor-Dusche aufgebaut.

Für innere Abkühlung sorgten Eis und Getränke, für den kleinen Hunger gab es Leckereien vom Grill. Die jüngsten Besucher tollten trotz der tropischen Hitze auf der Hüpfburg herum.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Kommentare