Lückenschluss an der L 766 zwischen Levern und Destel könnte als Bürgerradweg schneller realisiert werden

Radfahrer werden mit vielen Gefahrenstellen konfrontiert

Dieses historische Fahrrad des Rahdeners Dirk Rabenhorst steht hier, bei einem Mühlentag, sicher auf dem Leverner Mühlengelände. An manchen Stellen Leverns wird es für Radfahrer allerdings gefährlich, finden einige Bürger. - Archivbild: Schmidt

Levern - Radelt man von Levern in Richtung Destel, steht man an der Landesstraße irgendwann vor einem Problem: Plötzlich endet an der L 766 der Radweg und es geht nur noch an der großen Straße weiter. Über den notwendigen Lückenschluss sprach Bürgermeister Kai Abruszat nun im Rahmen des Ortsteilgesprächs. „Es muss unser Ziel sein, den Radweg in südlicher Richtung weiter auszubauen“, findet Abruszat und sprach damit wohl vielen Leverner Bürgern aus der Seele.

Schon seit Jahren wird das fehlende Radwegstück in der Prioritätenliste für Maßnahmen an Rad- und Gehwegen geführt. Der Betrieb Straßen NRW als Baulastträger realisiert allerdings pro Jahr nur zwei Projekte aus diesem Katalog. Da der Radweg zwischen Levern und Destel laut dem Bürgermeister derzeit auf Platz 26 im Rating geführt wird, „wird der Bau nicht mehr in meine Amtszeit fallen“, rechnete Abruszat am Dienstagabend vor.

Daher gibt es Überlegungen, die Lückenschluss-Maßnahme in das sogenannte Bürgerradwege-Programm aufzunehmen. Für dieses gibt das Land einen Zuschuss, die restlichen Kosten trägt dann die Gemeinde. „Damit wären wir auf jeden Fall frühzeitiger am Start“, sagte Abruszat, der bereits die Berechnungen für den Ausbau in Auftrag gegeben hat. Zwar werden die kostengünstigen Bürgerradwege mit reduziertem Baustandard, jedoch nach dem aktuellen Stand der Technik und unter Einhaltung aller Sicherheitsanforderungen gebaut, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen zu dem Konzept des Bürgerradwegs.

Für den Radweg-Ausbau an der L 766 sind unter anderem Flächen erforderlich, die sich aktuell im Privatbesitz befinden. Diesbezüglich müsse man eine Einigung finden, so Bürgermeister Abruszat. „Ich werde Gespräche führen und die Bereitschaft zur Kooperation abfragen“, erklärte er zum Vorgehen. Das werde sicherlich schwierig, „aber einen Versuch ist es wert“.

Aus dem Plenum wurde zudem angeregt, auch die Verkehrssicherheit für Radfahrer im Ortskern zu verbessern. Dort seien die Bürgersteige als reine Gehwege ausgewiesen und somit müssten Radfahrer ebenfalls die Straße nutzen. „Das ist nicht gerade ungefährlich“, meinte ein Bürger. Als einen Lösungsweg will Abruszat an der verantwortlichen Stelle einen kombinierten Geh- und Radweg anregen.

Zudem wünschen sich die Leverner einen Radweg entlang der Maschstraße, um den Sportplatz künftig sicherer zu erreichen. Auch dies nahm der Verwaltungschef während des Ortsteilgesprächs mit auf und will in der Verwaltung weitere Schritte prüfen. - abo

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