60 Polizeieinsätze im Kreis / Stemwede und Rahden kommen glimpflich davon

Sturm verursacht Blockaden und Stromausfall

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Die Folgen des Sturms: Überall liegen abgebrochene Äste herum. Selbst so manch ein Stamm konnte dem Wind nicht standhalten, wie hier im Hintergrund des Bildes in Oppenwehe.

Minden-Lübbecke - Das schwere Sturmtief, dass insbesondere den Norden Deutschlands am Samstagnachmittag überquerte, führte im Kreis Minden-Lübbecke zu zahlreichen Einsätzen für Polizei und Feuerwehr. Zwischen 12 Uhr Mittags und Mitternacht wurden allein die Polizisten zu circa 60 witterungsbedingten Einsätzen gerufen.

Hierbei handelte es sich Angaben der Polizei zufolge überwiegend um umgestürzte Bäume und Äste, die die Fahrbahn blockierten. Auch die Feuerwehren in Stemwede und Rahden rückten größtenteils wegen Bäumen, die dem Wind nicht standhalten konnten, aus.

In Stemwede waren die Löschgruppen insgesamt neun Mal auf Achse, berichtet Wehrführer Joachim Lübke auf Nachfrage. Die Einsätze seien „quer durch die Gemeinde verteilt gewesen“. In Haldem und Levern fiel ihm zufolge zum Beispiel jeweils ein Baum auf eine Oberleitung. In beiden Fällen führte dies zu Stromausfällen.

Den höchsten Sachschaden hat es bei einem Vorfall in Destel gegeben, vermutet Lübke. Dort sei ein Baum auf zwei parkende Autos gefallen. „Wir sind glimpflich davongekommen“, findet der Wehrführer.

Auch in Rahden wurde die Feuerwehr neun Mal alarmiert. Fünf Einsätze waren laut Wehrführer Mark Ruhnau in Varl, einer in Wehe, einer in Tonnenheide, einer in Rahden und einmal mussten die Löschgruppen aus Rahden und Tonnenheide gemeinsam ausrücken.

Das erste Mal seien die Feuerwehrmänner- und frauen los, weil eine Brandmeldeanlage Alarm geschlagen habe. Doch auch hier war der Sturm nicht ganz unschuldig: Eine Gruppe Raucher konnte in einem Altersheim wegen des Windes die Fenster nicht aufmachen, erzählt Ruhnau. Deswegen habe die Brandmeldeanlage ausgelöst.

Bei den restlichen Einsätzen handelte es sich dem Wehrführer zufolge um typische Sturmschäden: „Vom kleinen Ast bis zu Bäumen, die auf der Straße lagen“ sei alles dabei gewesen. Er merkte an, dass Bewohner wenn möglich kleinere Äste eigenständig von der Straße räumen sollten. Sein Fazit: „Es hätte schlimmer kommen können.“

In Lübbecke beschädigte ein umstürzender Baum Angaben der Polizei zufolge zwei Autos leicht. Für die B65 zwischen Minden und Bückeburg wurde zwischenzeitlich eine Verkehrswarnmeldung aufgrund der stark verschmutzten Fahrbahn im Radio gesendet. Das Mindener Ordnungsamt sagte zudem die Veranstaltung Weserlieder vorsorglich ab.

Nach einer ersten Bilanz der Polizei wurde niemand verletzt. Auch die Sachschäden hielten sich laut den Beamten in Grenzen.

ks

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