Polizei zieht positives Zwischenfazit

Blitzmaraton: Nur wenige Raser erwischt

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„Reiche Beute“ machte Oberkommissar Oliver Sander gestern Nachmittag in Haldem nicht, ein paar Autofahrer gingen im aber doch in die Falle.

Minden-Lübbecke - Piep, piep... piep, piep... Fast im Sekundentakt nahm Oberkommissar Oliver Sander gestern Nachmittag auf der Haldemer Straße in Haldem die in Richtung Dielingen fahrenden Fahrzeuge ins Visier. Er und seine Kollegen hatten sich im Rahmen des Blitzmarathons unweit der Bushaltestelle am Schloss in Position gebracht.

„Fette Beute“ machten sie nicht und sind auch ganz froh darüber. „Wenn wir mit der Aktion ein paar Unfälle verhindern können, ist das ein Erfolg“, so Sander. Ihm ist lieber, dass sich die Fahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, als dass Geld in die Staatskasse gespült wird. Und die meisten gingen auch vorsichtig mit dem Gaspedal um. In der ersten Stunde mussten die Beamten nur fünf Fahrer an den Straßenrand winken. Der schnellste war mit 74 km/h unterwegs.

Auch sonst zog die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke ein positives Zwischenfazit. Bis 14 Uhr hatten die Beamten 1434 Fahrzeuge überprüft. Lediglich 99 Verkehrsteilnehmer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 89 von ihnen mussten ein Verwarnungsgeld bezahlen, auf zehn Autofahrer kommt eine Anzeige zu.

Wie bei den vorhergehenden Blitzmarathons waren die meisten Autofahrer gut über die Aktion informiert und hielten sich an die Tempolimits. Allerdings waren nicht alle Verkehrsteilnehmer diszipliniert unterwegs. So fuhr ein Autofahrer am Morgen auf der Bahnhofstraße in Rahden doppelt so schnell wie erlaubt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt hier bei 30 Stundenkilometer.

Auch auf der Bückeburger Straße in Petershagen drückte ein Autofahrer zu stark aufs Gaspedal. Bei erlaubten 50 km/h zeigte das Messgerät nach Abzug der Toleranz Tempo 86 an. Auf der Schnathorster Straße in Hüllhorst war ein Fahrer mit Tempo 81 unterwegs. Auch hier waren lediglich 50 Stundenkilometer erlaubt. Beiden droht neben 160 Euro Bußgeld ein einmonatiges Fahrverbot.

Besonders erfreulich: An vier Messstellen registrierten die Einsatzkräfte keinen einzigen Verkehrsverstoß. „Unser Ziel ist es, mit der Aktion die Köpfe der Menschen zu erreichen und nicht deren Portemonnaies“, beschreibt der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeirat Björn Brocks, das Ziel des Blitzmarathons. Daher bewertet er gerade solche Ergebnisse als positiv.

Die Polizisten achteten bei ihrer Arbeit aber nicht nur auf die Geschwindigkeit. So baten sie in Minden und in Hille-Rothenuffeln zwei Verkehrsteilnehmer an den Straßenrand, da diese den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten. Zudem zogen sie in Minden einen Autofahrer aus dem Verkehr, weil bei ihm der Verdacht auf „Fahren unter Drogeneinfluss“ bestand.

mer

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