Polizei im Kreis Minden-Lübbecke hat an Feiertagen viel zu tun

Einbrüche, Überfälle und ein Wohnungsbrand

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Der 36-jährige Fahrer dieses Quads wurde bei einem Verkehrsunfall in Minden schwer verletzt.

Minden-Lübbecke - Für die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke waren die Feiertage alles andere als besinnlich. Sie musste zu zahlreichen Einbrüchen, Überfällen und Unfällen ausrücken.

An Heiligabend brachen Unbekannte in ein Einfamilienhaus in Dielingen ein. Laut Polizei verschafften sie sich über eine rückwärtig gelegene, geschlossene Terrassentür Zutritt und entwendeten unter anderem einen Rucksack, einen Laptop und ein Schlüsselbund.

In Rahden drangen ein oder mehrere Täter zwischen dem 23. und 25. Dezember in die Büroräume eines Unternehmens an der Borsigstraße ein, brachen und hebelten darin mehrere Türen und sonstige Behältnisse wie Schränke und Schubladen auf und durchsuchten diese. Anschließend fuhren sie einen etwa waschmaschinengroßen Tresor mit einem Hubwagen durch das Gebäude ins Freie und entwendeten diesen. Über die Art des Abtransports liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

In Espelkamp stellte am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma ein aufgebrochenes Fenster an einer Firma in der Ferdinand-Porsche-Straße fest. Unbekannte durchsuchten mehrere Büroräume und öffneten Türen zum Teil mit brachialer Gewalt. Über Schadenshöhe und eventuelles Diebesgut liegen der Polizei noch keine Erkenntnisse vor. In Lübbecke wurde in der Nacht zu Sonnabend aus einer Lagerhalle in der Daimlerstraße eine noch nicht ermittelte Menge Kupfer gestohlen.

Für den 50-jährigen Eigentümer einer Gärtnerei in Bad Oeynhausen begannen die Festtage mit einem gehörigen Schrecken. Als er am Donnerstag gegen 19.30 Uhr seinen Betrieb verließ, wurde er laut Polizei von einer männlichen, maskierten Person mit einer Schusswaffe bedroht. Der Mann forderte er die Herausgabe der mitgeführten Tageseinnahmen, des Handys und der Autoschlüssel des Geschädigten. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung mit mehreren Streifenwagen konnte der Täter unerkannt entkommen. Er wird als schlank, sportlich und circa 1,75 Meter groß beschrieben und sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent.

Am Sonnabend gegen 2.45 Uhr war eine 31-Jährige nach dem Besuch einer Diskothek an der Bunten Brücke in Minden zu Fuß Richtung Jahnstraße unterwegs, als sie von einem circa 25 Jahre alten Mann von hinten umfasst und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt wurde. Als sie wieder zu sich kam, stellte sie den Verlust ihrer Handtasche fest. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Täter in Begleitung von zwei weiteren Männern. Der Haupttäter wird als circa 1,80 Meter groß und schlank mit sportlicher Statur beschrieben. Er war bekleidet mit einem grauen Kapuzen Pullover. Die beiden anderen Personen waren circa 1,70 Meter groß, schlank und hatten kurze Haare. Zuvor gegen 23.50 Uhr war ein 54-jähriger Radfahrer von zwei Männern überfallen worden. Laut Polizei rissen die beiden Männer den Radfahrer in Höhe der Martinetreppe von seinem Rad und stahlen seine Geldbörse und sein Handy. Bei den Tätern soll es sich um eine korpulente sowie einen schlanke Person von Ende 20 gehandelt haben. Eine Person trug eine weiße Hose, eine ein graues Oberteil.

Auf dem Bahnhof in Petershagen-Lahde griff ein 20-jähriger Asylbewerber einen 14-jährigen Asylbewerber an und nahm ihm Bargeld und Handy ab. Zeugen und der Vater des Opfers stellten den Mann nach kurzer Flucht und übergaben ihn der Polizei.

Bei einem Verkehrsunfall am Nachmittag des ersten Weihnachtstages in der Mindener Innenstadt wurdfe ein 36-jähriger Mann schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei befuhr er mit seinem Quad den rechten Fahrstreifen der B61 aus Richtung Weserauentunnel kommend in Fahrtrichtung „Birne“. Im Kurvenbereich der Einfahrt kam er nach links von der Fahrbahn ab und fuhr gegen eine Leitplanke. Durch den Aufprall wurde der Fahrer vom Quad geschleudert. Nach notärztlicher Erstversorgung kam er mit schweren Verletzungen ins Johannes Wesling Klinikum Minden.

Am Sonnabendmorgen rückten Feuerwehr und Polizei zum Brand eine Dachgeschosswohnung in der Wietersheimer Straße in Petershagen-Frille aus. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet ein Nachtspeicherofen in Brand. Eine Bewohnerin hatte das Feuer beim Reinigen der Wohnung bemerkt. Sie und weitere Bewohner konnten sich anschließend unverletzt ins Freie retten. Die Feuerwehr musste zur Brandbekämpfung mehrere Zwischendecken öffnen. Nach zwei Stunden war der Brand gelöscht.

Die Polizei spricht von einem erheblichen Gebäudeschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Die Dachgeschosswohnung ist nicht mehr bewohnbar. Im Einsatz waren neben der Polizei acht Löschgruppen mit 88 Einsatzkräften sowie zwei Rettungswagen. Die Kriminalpolizei hat inzwischen ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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