Oppenweher reicht Stimmen im Rathaus ein

Dominic Greger ist dritter Kandidat

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Dominic Greger aus Oppenwehe hat kurzfristig noch seinen Namen in den Bürgermeisterwahlkampf eingebracht.

Stemwede - Gerade noch rechtzeitig hat Dominic Greger gestern seinen Wahlvorschlag bei der Gemeinde Stemwede in Levern eingereicht – die Frist endete um 18 Uhr. „Ungläubiges Staunen und Nervosität“ seien dem 34-Jährigen zufolge die Reaktionen auf seine Bürgermeisterkandidatur ihm Rathaus und bei den gegnerischen Parteien gewesen, als er die 171 ihn unterstützenden Unterschriften vorgelegt habe. Laut Wahlrecht sind 160 Unterstützungsunterschriften der Wahlberechtigten erforderlich, damit der Vorschlag gültig ist. Weitere Kriterien, ob Dominic Greger tatsächlich als Kandidat im Bürgermeisterwahlkampf antreten kann, muss die Gemeinde jetzt prüfen.

Dominic Greger tritt für „Die Partei“ an. Dabei handelt es sich um eine Kleinpartei, die im Jahr 2004 vom Satiremagazin Titanic gegründet wurde, und deren Ernsthaftigkeit aufgrund von Parodien von offizieller Seite infrage gestellt wird. „Die Partei“ war bereits in Bundestags-, Landtags-, Europa-, Kommunal- und Bürgermeisterwahlen vertreten. Seit anderthalb Jahren ist der Industrieelektroniker aus Oppenwehe Partei-Mitglied.

Der Kreisverband Minden-Lübbecke, der aus acht aktiven Mitgliedern besteht, habe ihn als Kandidaten vorgeschlagen – als „Stemweder für Stemwede“, wie sein Wahlspruch lautet. Darin sieht der 34-Jährige seinen Vorteil gegenüber Uwe Wortmann und Kai Abruszat, die nicht aus der Gemeinde stammen.

Greger will sich eigenen Aussagen zufolge für ein U-Bahn-Netz und einen Flughafen in Stemwede einsetzen. „Der öffentliche Personennahverkehr ist sehr kompliziert. Entweder man fährt Rad oder hat ein Auto“, sagt er zur aktuellen Situation. Als weiteres Ziel hat er sich die Universitätsgemeinde Stemwede auf die Fahnen geschrieben. „Wenn man in Stemwede bald Abitur machen kann, ist dieser Schritt nicht mehr weit“, ist Greger überzeugt.

Zu der Frage, warum er erst jetzt mit seiner Kandidatur an die Öffentlichkeit geht, sagt Greger: „Ich wollte erstmal gucken, was geht, bevor ich Geld für Plakate oder Kampagnen ausgebe.“ Daher habe er die Stimmen bei kleineren Veranstaltungen in Stemwede gesammelt und sich durch „Klinkenputzen“ bei den Wählern vorgestellt.

Morgen werden die Mitglieder des Wahlausschusses über die Zulassung der Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 13. September entscheiden. Um 17 Uhr kommen sie in der kleinen Festhalle in Levern zusammen.

abo

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