Erlebnisreicher praxisnaher Unterricht mit dem Leverner Rassegeflügelzuchtverein

„Oh, wie flauschig“

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Vorsichtige Streicheleinheiten gab es für das Küken von Laura.

Levern - „Oh, wie flauschig“, strahlte Laura als Dieter Geisemeyer ihr das erst zwei Wochen alte Hühnerküken behutsam in die Hände setzte. Am Mittwoch waren Leverns Erstklässler auf dem Hof von Friedrich Holtkamp zu Besuch. Dort erhielten 26 Mädchen und Jungen im Rahmen des Sachkunde-Unterrichts einen Einblick in die Welt der Geflügelzucht, denn der Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Levern hatte zum praxisnahen Unterricht unter dem Motto „Vom Ei zum Küken“ eingeladen.

„Die Küken sind das Endprodukt der Zucht“, erklärte Geisemeyer als Vorsitzender der Geflügelfreunde den Schülern. Eingangs sorgten er und seine Vereinskameraden für einen theoretischen Einblick in das Hobby. Der Wissensstand der Grundschüler war recht unterschiedlich, stellte er fest – während einer wusste, dass die Küken nackt schlüpfen, hatten andere noch nie lebende Hühner gesehen und schon gar nicht in der Hand gehabt.

„Das ist schon ein besonderes Erlebnis“, freute sich Klassenlehrerin Caroline Finke, die mit ihrer Kollegin und Praktikantin Mareen Depping die Kinder beim Ausflug betreute. „Für viele Kinder kommen Hähnchen nur tiefgekühlt aus dem Supermarkt“, sagte sie. Im Sachkundeunterricht würden sie das Thema nachbereiten, der RGZV stellt dafür ausreichend Material.

Dieter Geisemeyr (l.) vom Rassegeflügelzuchtverein Levern freut sich mit den Grundschülern über den gefiederten Nachwuchs und die zahlreichen Fragen der Kinder.

Für die Mädchen und Jungen war der Höhepunkt des Besuchs auf dem Holtkampschen Hof aber sicherlich der direkte Kontakt mit dem gefiederten Nachwuchs, der erst vor 14 Tagen das Licht der Welt erblickt hatte. Achtsam nahmen die Grundschüler die kleinen Federknäule der Rasse Zwerg-Croad Lang-schan in die Hand und streichelten die Küken ohne Berührungsängste. „Sind die niedlich“, freuten sich die Kinder immer wieder und löcherten die Geflügelzüchter mit Fragen. Außerdem hatte Gerd-Wilhelm Culemann einige seiner weißen Bremer Tümmler mitgebracht, darunter auch Jungtauben, die erst vier Wochen alt sind. „Die Jungtiere können die Kinder auch in die Hand nehmen“, erklärt der Fachmann, die älteren Tauben jedoch würden wegfliegen, wenn sie nicht festgehalten würden.

Bereits seit 15 Jahren lädt der RGZV die Erstklässler der Grundschule Levern zu Besuchen ein und ermöglicht den praxisnahen Unterricht. Gisela und Dieter Geisemeyer, Monika Gardemann, Gerd-Wilhelm Culemann und Friedrich Holtkamp sorgten dieses Mal für einen reibungslosen Ablauf sowie eine Bratwurst vom Grill und Erfrischungsgetränke. - hm

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