Bezirksregierung genehmigt Flächennutzungsplan

Nur noch zwei Flächen für Windkraftanlagen

In Stemwede dürfen Windkraftanlagen künftig nur noch in den Vorrangzonen in Oppenwehe-Oppendorf und südlich von Drohne gebaut werden. Der Flächennutzungsplan ist genehmigt. - Archivfoto: Bokelmann

Stemwede - Künftig dürfen in der Gemeinde Stemwede nur noch Windkraftanlagen in den Flächen Bockhorns Horst in Oppendorf sowie Tiefenriede südlich von Drohne errichtet werden. Denn die Bezirksregierung in Detmold hat den entsprechenden Flächennutzungsplan nun genehmigt.

Zu Beginn der Woche sei der Bescheid an die Verwaltung geschickt worden, teilte Andreas Moseke von der Bezirksregierung auf Nachfrage mit. Mit der Entscheidung entspricht die Bezirksregierung dem Ratsurteil, das zu Beginn des Jahres das Ergebnis einer Sondersitzung war. Damit war die Babbelage zwischen Wehdem und Twiehausen als weiterer Kandidat aus den Planungen herausgefallen.

„Wir müssen jetzt die Genehmigung der 53. Flächennutzungsplan-Änderung im Amtsblatt bekannt geben“, erklärte Stemwedes Bauamtsleiterin Birgit von Lochow zum weiteren Vorgehen. Mit Abschluss der rechtlichen Genehmigung ist nun offiziell, dass alle weiteren Zonen, die einst für Windkraft ausgewiesen worden waren, ausgeschlossen sind. 

Das war auch das erklärte Ziel der Flächenplannutzungs-Änderung, wie aus dem Dokument vom Frühjahr 2014 hervorgeht: „Vermeidung einer Verspargelung der Landschaft mit vielen einzelnen Anlagen, die verstreut im gesamten Gemeindegebiet liegen“, heißt es zum Planungszweck.

Die beiden genehmigten Flächen sind insgesamt 307 Hektar groß. Im Oppenweher Windpark Bockhorns Horst stehen bereits zehn Windkraftanlagen. Baurecht für neue Windkraftanlagen erhalten die jeweiligen Betreiber nur noch in Oppenwehe-Oppendorf und Drohne. In diesem Fall ist dann die Emissionsschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke Entscheidungsträger.

Denn in den Vorrangzonen müsse nach wie vor das Emissionsrecht eingehalten werden, verwies von Lochow auf die rechtlichen Grundlagen. So dürften die Anlagen die Anwohner nicht über die gesetzlichen Regelungen hinaus belasten, so die Bauamtsleiterin. „Der Schallschutz und die optisch bedrängende Wirkung“ sind laut von Lochow wichtige Stichworte. - abo

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