Chaos an der Altglassammelstelle

Chaos an der Altglassammelstelle

Auch einen Tag nach der Entleerung der Glas-Iglus sah es gestern im Bereich der Altglas-Sammelstelle in Oppendorf aus wie auf einem Schlachtfeld.

Oppendorf - (ges) · Die Oppendorfer Bürgerin, die gestern Nachmittag ihre leeren Flaschen, die sie in den zurückliegenden Wochen zu Hause gesammelt hatte, entsorgen wollte, musste unverrichteter Dinge wieder abrücken. Vor den beim Friedhof stehenden Containern für Weiß-, Braun- und Buntglas sieht es derzeit aus wie auf einem Schlachtfeld.

Der Ärger der Oppendorferin ist mehr als verständlich: „So hat es an den Containern noch nie ausgesehen“, zeigte sie sich entrüstet. Es hätten in der Vergangenheit vor den Abholterminen zwar schon des öfteren Flaschen vor den Altglasbehältern gestanden, doch nie in dieser Menge. „Das sind bestimmt 1 000 und mehr Flaschen, die dort liegen geblieben sind.“

Ihre Kritik geht in zwei Richtungen. Zum einen meint sie, dass der Fahrer des mit der Abfuhr beauftragten Unternehmens die vor den Behältnissen stehenden und liegenden Flaschen in einem zweiten Durchgang hätte mitnehmen können, zum anderen richtet sich ihr Zorn gegen die Verursacher: „Die Flaschen gehören in und nicht vor die Container.“ Sie vermutet, dass es sich um gewerbliches Altglas handelt, „denn welche Privatperson bringt schon 20 und mehr Wacholderflaschen zum Container?“

Die Oppendorferin hatte ihren Unmut gestern auch schon beim Ordnungsamt der Gemeinde kundgetan. Dort fand sie zwar Gehör und Verständnis, doch helfen konnte man ihr dort nicht, „weil die Gemeinde nicht für die Entleerung der Glascontainer zuständig ist“. Wenn Bauhofmitarbeiter das Chaos beseitigen würden, dann müsste die Gemeinde der Entsorgungsfirma den Einsatz in Rechnung stellen. Zudem wurde der Anruferin mitgeteilt, dass es auch auf anderen Containerplätzen Ärger mit herumliegenden Flaschen gebe.

Nach der jüngsten Ausschreibung des Dualen Systems Deutschland (DSD) ist seit Jahresbeginn das Entsorgungsunternehmen Tönsmeier mit Sitz in Porta Westfalica für die Altglasabfuhr zuständig – im gesamten Altkreis Lübbecke, also auch in Stemwede. Derzeit wird dort noch neu organisiert. Hinzu kommt, dass die abzuholenden Altglasmengen gerade in der Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel beträchtlich sind. Derzeit müssen nicht nur die Glas-Iglus, wie die Sammelbehälter im Fachjargon genannt werden, geleert, sondern auch das Gelände rund um die Sammelstellen aufgeräumt werden.

Aus aktuellem Anlass bittet das Abfuhrunternehmen darum, Altglas nicht achtlos neben vollen Iglus abzuladen. Wenn man sehe, dass die Behälter voll sind, sollte man das Altglas möglichst noch ein paar Tage zu Hause lagern. Entsorgt werde regelmäßig, teilt das Unternehmen mit, entweder im wöchentlichen, 14-tägigen oder Drei-Wochen-Rhythmus. Das richte sich nach der Frequentierung der Sammelstelle.

Das meiste Altglas – etwa 100 000 Tonnen im Jahr – wird auf den Umschlagplatz in Petershagen gebracht und von dort aus der Wiederverwertung zugeführt.

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