„Wi fiert Advent“-Veranstalter zufrieden

Nikolaus kommt ohne Rute

Der Nikolaus hatte auf dem Adventsmarkt in Wehdem auch für die Erwachsenen eine Kleinigkeit dabei. - Fotos: Bokelmann

Wehdem - Wenn auch die Schneeflocken ausblieben, so stellte sich beim Besuch auf dem Wehdemer Adventsmarkt dennoch eine vorweihnachtliche Stimmung ein. Dafür sorgten Glühwein, Plätzchen sowie Geschenke und diverse Dekoartikel der Aussteller auf dem Markt, den Vereine, Institutionen und die Kirchengemeinde in bewährter Weise unter dem Motto „Wi fiert Advent“ auf die Beine gestellt hatten.

Am Sonntag nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, um durch die Budenstadt zwischen Kirche und Heimathaus zu flanieren. Die Organisatoren freuten sich: „Wir hatten schon lange nicht mehr so gutes Wetter bei unserem Markt“, meinten sie und sahen darin die hohe Besucheranzahl begründet.

Auf dem Platz vorm Gemeindehaus trafen diese auf den Nikolaus, der sich die Gedichte und Wünsche der Kinder anhörte und alle mit Süßigkeiten und Obst beschenkte. „Meine Rute habe ich Zuhause gelassen“, sagte der Geschenkebringer – schließlich gebe es in Wehdem nur artige Menschen.

Geschenke über Geschenke: Der Erlös aus dem Verkauf der Päckchen geht an die Kindernothilfe.

Sicherlich trug das Rahmenprogramm wesentlich zum Gelingen des Adventsmarktes bei. So traten die „Lucky Line Dancer“ aus Holzhausen auf. Später zeigten die Voltigierer des Reitvereins Wehdem-Oppendorf ihr Können auf dem Holzpferd, das sie neben dem von den Kindergartenkindern geschmückten Weihnachtsbaum aufgestellt hatten. In bewährter Weise drehten die Esel der Familie Priesmeier ihre Runden und brachten Kinderaugen zum Strahlen. Im Gemeindehaus genossen außerdem Alt und Jung das Tortenbüfett oder den frischen Pickert der Landfrauen.

Im Heimathaus hatte Wilhelm Uetrecht eine große Auswahl selbstgebackener Kekse aufgestellt, darunter in den Geschmacksrichtungen Orange-Ingwer und Zitrone. „Die Nachfrage nach veganen und glutenfreien Produkten steigt“, weiß der passionierte Bäcker und bot entsprechende Leckereien an. Besonders stolz ist Uetrecht darauf, dass in seinen Keksen, Adventsbrot und Schwarzbrot keinerlei Konservierungsstoffe enthalten sind.

Viktoria Krüger beschäftigte sich indes mit ihrer Nähmaschine und bestickte ein Geschirrtuch mit dem Motiv des Heimathauses. „Das bekommen künftig Paare, die sich hier trauen lassen“, verriet Krüger – das seien rund 20 Trauungen im Jahr.

Mit Einbruch der Dunkelheit entzündeten die Veranstalter dann die Feuerschalen auf dem Außengelände. Ein Glühwein oder der Holunder-Kirschsaft des Sozialverbands schmeckten dann auch zu später Stunde des ersten Adventssonntags.

abo

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