Neujahrskonzert mit „Brass 5“ in Dielingen

Barock trifft auf modernen Swing

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Ein sorgfältig ausgewähltes Repertoire des Quintetts „Brass 5“ sorgte für einen abwechslungsreichen Konzertabend.

Dielingen - Von Heidrun Mühlke. Mit tosenden Beifallsstürmen feierten die Zuhörer am Sonntagabend das Bläserquintett „Brass 5“ bei deren Neujahrs-Konzert in der evangelischen St. Marienkirche in Dielingen. Weit gespannt hatten die Bläser den musikalischen Bogen und spielten sich im Nu in die Herzen der Zuschauer.

Mit der „Sonata“ von Daniel Speer eröffnete „Brass 5“ den musikalischen Reigen und bot einen fulminanten Einstieg in eine Reihe barocker Stücke voller Lebensfreude. Sowieso sei die Barockzeit die Hochzeit der Trompeten gewesen, machte Posaunist Stephan Klöpzig, der für das Konzert in die Rolle des humorigen Moderators geschlüpft war, deutlich. „Trompeten war damals ein Lehrberuf, für den bezahlt werden musste. Nach vier bis fünf Jahren durften die ausgebildeten Musiker dann Aufgaben am Hofe übernehmen und die Besten durften vor dem König spielen“, erläuterte der Musiker.

„Brass 5“ verstand es ausgezeichnet, die Zuhörer zu bezaubern, und setzte das Programm mit romantischen Klängen fort und ließ Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Edward Grieg erklingen. Mit spannungsgeladenen Akkorden aus der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner entließen die Musiker die Zuhörer in die Pause.

Der musikalische Ohrenschmaus fand anschließend eine Fortsetzung in Swing, Polka und volkstümlichen Weisen. Dass die fünf Musiker – Britta Rohlfing (Trompete), Marvin Zimmermann (Trompete und Flügelhorn), Josef Bruns (Tuba), Stephan Flore (Horn) und Stephan Klöpzig (Zugposaune) – absolute Profis an ihren Instrumenten sind, machte ein Bossa Nova über Bachs h-Moll Messe deutlich.

Unterstützung erhielt das Quintett im zweiten Teil des Abends von Schlagzeuger Volker Rohlfing. Mit Elvis Presleys „Always on my mind“ bot sich den Bläsern nochmals Gelegenheit zu zeigen, dass Horn, Tuba, Posaune und Co. durchaus rockige Töne zu entlocken sind. Gleichwohl überraschend rasante Klangbilder malte die „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauss.

Was folgte, waren Zugabe-Bitten der Gäste im Gotteshaus, denen das Quintett wohlwollend nachkam.

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