Neujahrsempfang begeistert rund 100 Gäste mit Musik und Comedy im Wechsel

Klangfarben und Klamauk

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Beim Mitsingen bekannter Melodien entpuppten sich die Zuhörer zum mitreißenden Neujahrsempfangs-Chor.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. Rund 100 Gäste waren der Einladung zum Neujahrsempfang des Stemweder Kulturrings und der Frauenbeauftragten der Gemeinde, Sabine Denker, gefolgt. Der Sonntagvormittag begann zunächst mit einer kräftigen Stärkung aus der Haldemer Schlossküche, bevor Musik und Comedy die Zuschauer aufs Beste unterhielten.

Wilhelm Brüning, Vorsitzender des Kulturrings, und Ingrid Seehaus-Hacker freuten sich, dass sich einmal mehr so viele Gäste bei den widrigen Wetterverhältnissen auf den Weg in die Begegnungsstätte gemacht hatten und auch die beiden Künstler hätten weite Wege in Kauf genommen. Was einst als Neujahrsempfang für Frauen begann, lockte auch in diesem Jahr wieder Männer – und die den Besuch wagten, wurden nicht enttäuscht, sondern waren schlichtweg begeistert.

Aus dem Rheinland hatten die Organisatoren die deutsch-amerikanische Sängerin Katy Sedna-Mira nach Stemwede geholt. Die sympathische Musikerin spannte den musikalischen Bogen weit und begeisterte mit ungewöhnlichen Klangfarben. Unkompliziert und erfrischend hatte sie Tanzlieder aus dem Kongo, schottische Liebeslieder und spanische, indische sowie amerikanische Klänge dabei. Beschwingte Rhythmen, mal mit einem Hauch Melancholie oder vor Lebensfreude sprühend, die Mischung kam gut an beim Publikum. Und auch Zarah Leander hätte wohl ihre Freude bei den stimmlichen Darbietungen gehabt, als Sedna-Mira „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ oder „Es wird einmal ein Wunder geschehen“ auf ihre eigene Art zu Gehör brachte.

Sedna-Mira begleitete sich dabei selbst mit Gitarren und verschiedenen Rhythmusgeräten oder einem spontanen Neujahrsempfangs-Chor, der Mal laut, mal leise „Maleika“ anstimmte. Mucksmäuschenstill wurde es in der Begegnungsstätte, als die Musikerin ein mitreißendes und gefühlvolles Lied aus Portugal anstimmte.

Mit Bauchredner „Ette“ und seiner aufmüpfigen Begleitung „Lilly“ hatte der Kulturring für ein Kontrastprogramm gesorgt. Im Nu hatte „Ette“, der seiner Handpuppe markige Sprüche in den Mund legte, die erwartungsfrohen Zuschauer auf seiner Seite. Kaum einer, der von „Lillys“ Sticheleien und neckischen Scherzen verschont wurde. Auch Pastor a.D. Wilhelm Dullweber, der unter den Gästen weilte, nahm „Lilly“ aufs Korn: Sie lud ihn in ihre Kiste für „Chakalakka“ ein, schließlich sei er wohl angesichts seiner Körpergröße der einzige Nachtwächter, der darin stehen könne.

Immer wieder riss „Lilly“ das Publikum mit ihren witzig-derben Sprüchen zu Lachsalven hin, die vorlaute Göre schaukelte die Stimmung schnell zum Höhepunkt. Mit neckischen Sprüchen, etwa über den Kahlkopf des Oppenweher Organisten Ludger Hartz („Du kannst doch noch keine 20 sein, du hast ja noch nicht mal alle Haare“) oder bei Zielobjekt Wilhelm Brüning („Oh wie bist du schön. Du hast Zähne wie Sterne, nachts kommen sie raus“) sorgte das Duo für herzliches Gelächter.

Am Ende durften Reinhold Gralla und Angela Siebe aus dem Publikum hautnah erleben, wie das mit dem Bauchreden so funktioniert. Sie mussten beim Händedruck von „Ette“ nur den Mund auf und zu machen. Der Künstler legte den Stemwedern Sätze und Lieder hinein, bis die beiden sowie die zahlreichen Zuschauer aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Erst am frühen Nachmittag verabschiedeten sich „Lilly“, „Ette“ und Katy Sedna-Mira vom Stemweder Publikum: „Großen Dank, schönen Dank, Gott sei Dank!“

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