Asylbewerber lernen während 320 Unterrichtsstunden erste Deutsch-Grundlagen

Neuer Wortschatz erleichtert die Orientierung

Die Asylbewerber freuen sich gemeinsam mit Heike Hachmann (l.) über ihre Deutsch-Zertifikate und das Wissen um die neue Sprache. - Foto: VHS

Wehdem - Von Ende November bis Anfang April wurde in Wehdem fleißig gelernt. In Einstiegskursen der Volkshochschule Lübbecker Land hatten 50 Asylbewerber aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea die Gelegenheit, erste Kenntnisse der deutschen Sprache zu erlernen. In 320 Unterrichtsstunden wurden Wortschatz und Grammatik der deutschen Sprache trainiert, wodurch die Orientierung im neuen Land erleichtert werden soll, berichtet die Bildungseinrichtung in einer Pressemitteilung.

Die Kurse wurden aufgrund der großen Nachfrage von der Bundesagentur für Arbeit für sogenannte Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive ins Leben gerufen, um mit der Integration während der laufenden Asylverfahren zu beginnen. Mit der Stemweder-Berg-Schule in Wehdem als Unterrichtsort wurde eine „verkehrsgünstige Lösung“ auch für Asylbewerber aus Oppenwehe, Dielingen, und Levern gefunden, so die Volkshochschule.

Schulleiterin Heike Hachmann hatte die Lernwilligen zu Beginn in den Räumen der Sekundarschule begrüßt und viel Erfolg beim Erlernen der deutschen Sprache gewünscht. In nur vier Monaten haben die Flüchtlinge nun „erstaunliche Ergebnisse erzielt, was nicht zuletzt auf das Engagement und die Unterstützung der Dozentinnen zurückzuführen ist, was häufig auch über die Unterrichtszeiten hinausging“.

Der Unterricht in den großen Lerngruppen mit bis zu 25 Teilnehmenden, deren Sprachniveau laut der VHS stark voneinander abwich, war eine große Herausforderung, loben die Verantwortlichen ihre Dozenten Irini Papanikolaou, Dominique Jäkel, Nina Wehdebrock und Amal Ali.

Jungen Menschen fällt es leichter, eine neue Sprache zu lernen

Auch die Vorbildung spiele eine Rolle: Während manche Zuwanderer nie die Schule besucht haben, können andere ein abgeschlossenes Studium nachweisen. „In der Regel fällt es jungen Menschen leichter, eine neue Sprache zu lernen als Menschen im fortgeschrittenen Alter“, so die Volkshochschule.

Als Belohnung für gute Lernfortschritte durften 24 Teilnehmenden dann an einer Deutschprüfung teilnehmen – am Ende ging diese mit ausschließlich positiven Prüfungsergebnissen aus. Aus diesem Anlass wurden alle Teilnehmenden erneut zusammengetrommelt, berichtet die VHS. Die Prüfungskandidaten nahmen bei diesem Treffen ihre A1-Zertifikate, die ihnen das Beherrschen von elementaren Deutschkenntnissen bescheinigen, in Empfang. Darüber hinaus wurden weitere Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache präsentiert.

Direkt nach den Sommerferien werden 25 Flüchtlinge in einem Integrationskursus weiterlernen. Dieser wird ebenfalls in der Stemweder-Berg-Schule stattfinden. In 660 Unterrichtsstunden sollen die Männer und Frauen das Sprachniveau B1 erreichen. „Damit ist die erste Stufe der selbstständiger Sprachverwendung erreicht, was als Zugangsniveau für viele Berufe zählt“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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