Neue Konzeption als Bestandsaufnahme über Aktivitäten und Wegweiser

Eine Gemeinde im Wandel

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Mit dem neuen Konzept für die Kirchengemeinde Dielingen wollen die Verantwortlichen einen neuen Weg beschreiten und sich damit dem Wandel anpassen: (v.l.) Helga Steckel, Elke Gräber, Rüdiger Hemann und Renate Quebe vom Bevollmächtigtenausschuss sowie die beiden Geistlichen, Pfarrer Michael Beening und Pfarrerin Sigrid Mettenbrink.

Dielingen - Von Anika Bokelmann. Kirche ist im Wandel. Mit einer Gemeindekonzeption will die Kirchengemeinde Dielingen aktiv auf die Veränderungen reagieren. Am Sonntag stellte Helga Steckel die Ideen im Anschluss an den Gottesdienst vor. Als wichtigsten Aspekt nannte die Vertreterin des Bevollmächtigtenausschusses dabei, dass die Verantwortlichen die Gemeindeglieder mitnehmen wollen, um „ein Haus aus lebendigem Stein“ zu errichten.

So lautet der Titel der Konzeption, die nicht als starrer Leitfaden, sondern als Idee, die immer wieder überprüft und angepasst werden müsse, gesehen werden soll. „Es werden neue Schwerpunkte gesetzt und Kooperationen entwickelt werden müssen“, sagte Steckel. Dabei bestehe die Aufgabe darin, Traditionen zu wahren und zugleich neue Formen von Gottesdiensten für andere Altersgruppen anzubieten.

Noch gibt es keinen konkreten Plan. Vielmehr geben die Ergebnisse einer Gemeindebefragung einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten. „Alle Karten liegen offen auf dem Tisch“, hatte Pfarrer Michael Beening im Gottesdienst gesagt und gefragt: „Wohin wollen wir mit dieser Gemeinde?“ Denn die Gemeindeglieder sind nun aufgerufen, sich an der Ausgestaltung des Konzepts zu beteiligen. „Wir müssen miteinander kommunizieren“, forderte Steckel auf. So könnte Missverständnissen entgegengewirkt und die Arbeit erleichtert werden.

Bereits in seiner Predigt hatte Pfarrer Beening darauf hingewiesen, dass sich jeder mit seinen Möglichkeiten für Visionen und Ziele einsetzen solle. „Ich denke an unsere Kraft, die wir bündeln können für eine gute Sache“, so Beening.

„Es geht nicht darum, wo ein Gebäude steht“, lautet ein Gedanke des Konzepts, „sondern wie es mit Leben gefüllt werden kann“. Seit Beginn des Jahres gibt es die Gottesdienste im Wechsel zwischen der Dielinger Kirche und dem Haldemer Gemeindezentrum. Da die Anzahl der Christen Prognosen zufolge weiter sinken wird, wirke sich dies auf die finanziellen Mittel und die Arbeit in der Gemeinde aus, erinnerte Steckel. „Es sind Entscheidungen nötig, damit die Gemeinde existieren kann“, begründete sie den Weg des Bevollmächtigtenausschusses.

Diese zehnköpfige Gruppe hatte für ihre Arbeit neben den Pfarrern Michael Beening und Sigrid Mettenbrink die Gemeindeberater Kerstin Neddermeyer und Ulrich Melzer hinzugezogen. Im Dezember hatte das Team die inhaltliche Arbeit der Konzeption beendet. „Es war eine sehr vertrauensvolle Arbeit mit sachlichen Diskussionen“, blickt Helga Steckel zurück.

Zur Kirchengemeinde gehören die Dörfer Dielingen, Drohne, Haldem, Arrenkamp sowie das niedersächsische Stemshorn – insgesamt 3425 Christen (Stand vom Dezember 2014). Ferner ist die Kirchengemeinde in zwei Seelsorgebezirke eingeteilt, die von Pfarrer Beening sowie mit einer halben Stelle von Pfarrerin Mettenbrink betreut werden.

Die Broschüre über das „Haus aus lebendigem Stein“ liegt in der St. Marienkirche, dem Pfarrbüro, im Gemeindezentrum Haldem und den Geschäften Schlöder in Dielingen sowie Frieten in Haldem aus. Bei der nächsten Gemeindeversammlung, die voraussichtlich Mitte Januar 2016 sein wird, wollen die Verantwortlichen über die zusammengetragenen Ideen und deren Umsetzung diskutieren. 2018 soll es laut Steckel eine Evaluation geben.

Im Anschluss an den Gottesdienst diskutierten die Christen am Sonntag die Konzeption beim ersten Kirchen-Café in Dielingen. Dieses hatten Jan-Phillip Könner, Finn Hohlt, Jonathan Beening und Eduard Abrams vorbereitet.

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