Superintendent Uwe Gryzcan zieht erste Bilanz

Neue Chöre lassen sich nur schlecht integrieren

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Uwe Gryczan warnte bei seiner ersten Synode in der Funktion des Superintendenten vor einem Kirchenchor-Sterben und einem Mangel an Organisten. 

Minden-Lübbecke - Der Dezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Vicco von Bülow, prominentester Gast der Synode des evangelischen Kirchenkreises Lübbecke, brachte es am Montag auf den Punkt: „Wir müssen als Kirche offen für alle Mensehen und viele Bedürfnisse sein und wir müssen uns als Kirche in der Migrationsgesellschaft behaupten.“ Daher stelle sich die Frage: Müssen und können wir so weitermachen, wie bisher?“

Er sei zuversichtlich, dass „wir alle gemeinsam den Kirchenkreis weiter profilieren können. Dabei unterstütze ich gerne“. Er verwies dabei auf den neuen Superintendenten Uwe Gryczan, der „mit viel Schwung“ in seinem Amt gestartet sei.

So leitete er über zum obersten Repräsentanten de Kirchenkreises, der mit einer sehr profilierten und analytischen Rede die Synode am Montagvormittag im Gemeindehaus Bad Holzhausen eröffnete. Nach 144 Tagen ist dies die erste Synode, des Kirchenkreises Lübbecke, die er leitet. Er habe sich bemüht, seine bisherigen Eindrücke, Erfahrungen und Kenntnisse zusammenzufassen, die er „über die Strukturen und das vielfältige kirchliche Leben“ des Kirchenkreises gewonnen habe.

Er hatte seinen umfangreichen Bericht gegliedert in sechs große Abschnitte. Es sind dies „Gottesdienst, Kirchenmusik und Kultur“, „Seelsorge und sellschaftliche Verantwortung“, „Mission und Ökumene“, „Bildung und Erziehung“ sowie „Leitung und Verwaltung“. Er erwähnte die „Kasualgottesdienste“, in denen „oftmals mehr Menschen erreicht“ würden als in den „normalen“ Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen.

300 Bläser in 21 Posaunenchören

Aktuell engagierten sich im Kirchenkreis Lübbecke mehr als 300 Bläser in 21 Posaunenchören. In den kommenden Jahren sei geplant, die einzelnen Chöre weiter zu vernetzen und die Nachwuchsarbeit voranzutreiben.

Gleichzeitig erwähnte Gryczan das „weitere Sterben“ der Kirchenchöre. Die neuen Chöre seien nur schwer in das gemeindliehe Leben zu integrieren.

Außerdem sei abzusehen, dass es bald Nachwuchsman- gel bei den Organisten gebe. Gryczan: „Kürzlich fand der wohl letzte C-Kursus, statt, der auf Kirchenkreisebene organisiert wurde.“

Einen breiten Raum nahm die Notfallseelsorge in seinem Bericht ein. 28 Pfarrer sowie 15 ehrenamtliche seien aktiv. Der Superintendent regte an, die Weiterbildungsarbeit zu verbessern und zu vernetzen, um die Ehrenamtlicherrtzu zu stärken

Außerdem .soll die Zusammenarbeit mit den Kriseninterventionsdiensten der Polizei, den Rettungskräften, dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizeiseelsorge ausgebaut werden.

DK

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