„Tag gegen Lärm“ mit geräuschvollen Aktionen

„Müll“ und Schutz für die Ohren

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Beim Gartenschlauch-Experiment mussten die Schüler erkennen, von welcher Seite ein Geräusch entstanden ist.

Wehdem - Gesundheit und Leistung fördern, das hat sich die Stemweder-Berg-Schule zum Ziel gesetzt. Nur zu gerne nahm die Sekundarschule in Wehdem daher kürzlich den Aufruf des Landes als Anregung für einen Projekttag rund um Lärm und Schutz auf, berichtet die Schule in einer Mitteilung.

Pädagogin Carolin Struckmeier begrüßte dazu die rund 90 Sechstklässler in der großen Turnhalle und informierte sie über den „Tag gegen Lärm“. Im Vorfeld hatten die Schüler sich bereits auf ihr Smartphone eine App zur Lautstärkenregelung heruntergeladen und waren somit für die Aktion vorbereitet. Sportlehrer Ulrich Nimbs übernahm die Regie über die Projekte und ließ die Schüler ordentlich Krach machen: Sie spielten „Zombieball“, wobei jedes Mal eine Klasse aussetzen musste, um die Lärmpegel zu messen: durchschnittlich 70 bis 80 Dezibel, einmal sogar mehr 100 Dezibel zeigten die Displays an.

Anschließend gingen die Schüler zu sechs Stationen, wo sie Aufgaben erfüllen sollten: „Musik fühlen“, „Soundsafari“, „Richtungen“, „Frequenzen“, „Geräusche-Memory“ und „Telefon“ lauteten die Aufgaben laut der Mitteilung der Schule.

Mit Fragen zum Thema Frequenz beschäftigte sich Physiklehrer Jens Reimer mit den Sechstklässlern. Er spielte dazu hohe und tiefe Töne vor. Dabei hielten sich die Schüler zuerst das linke, dann das rechte Ohr zu. Hinterher sollten sie mit beiden Ohren hören. Zum Ergebnis heißt es: „Nicht jeder hört mit beiden Ohren gleich gut und je älter man wird, desto schlechter hört man.“

Betül Tas (r.) demonstriert ihren Mitschülern, wie laut ein Schlagzeug werden kann. Zudem lässt sich damit auch Musik erfühlen, erlebten die Sekundarschüler an der Station, die von Carolin Struckmeier betreut wurde.

Musik fühlen konnten die Schüler an einer weiteren Station, an der Musiklehrerin Struckmeier gegen eine Stimmgabel schlug und sie dann ins Wasser hielt. Interessiert schauten die Schüler auf das vibrierende Wasser. Die dritte Station: Richtungen messen mit Biologielehrer Ulrich Nimbs. Mit geschlossenen Augen mussten die Schüler dabei erkennen, aus welcher Richtung Geräusche kamen. Mit einem Stück Gartenschlauch und einem Stift ermittelten die Sechstklässler, wo Lautstärke und Schall entstanden.

Die Sekundarschüler setzten sich mit Schulsozialarbeiterin Stephanie Beckers an der Station „Soundsafari“ mit Geräuschen auseinander – welche Geräusche sind angenehm, welche unangenehm, fragten sie sich dabei.

Auch die Stationen „Telefon“ mit Lehrerin Dorle Schumacher und „Geräusche-Memory“ mit Sylvia Scholz waren sehr interessant, so die Meinung der Schüler, die am Ende des Projekts erstaunt waren, wie viel Lärm sie verursachen.

Für das Kollegium der Stemweder-Berg-Schule waren dies Gründe genug, das Thema häufiger auf die Agenda zu setzen. „Die Erkenntnisse umzusetzen und für sich und andere zu einem leiseren Umfeld beizutragen wird sicherlich die schwerste Aufgabe werden“, mutmaßen die Pädagogen abschließend.

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