Frieda Puschmann feiert 100. Geburtstag

Morgendlicher Blick in die Zeitung ist ein Muss

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Eine liebevolle Umarmung gab es von Großnichte Carolin Woeckner für Frieda Puschmann zum 100. Geburtstag.

Wehdem - Frieda Puschmann feiert heute ihren 100. Geburtstag. Die Bewohnerin der Wehdemer Senioreneinrichtung blickt auf ein gleichermaßen bewegtes und erfülltes Leben zurück. Heute feiert die Jubilarin im Kreis der Familie und mit vielen Freunden im Seniorenhaus Stemweder Berg.

In Wehdem erblickte Frieda Puschmann, geborene Woeckner, am 27. April 1916 das Licht der Welt. Sie war das zweite Kind der Eheleute Luise und Wilhelm Woeckner. Ihre fünf Jahre jüngere Schwester Wilma ist bereits verstorben, ebenso der ältere Bruder Willi, der 1942 im Zweiten Weltkrieg gefallen ist.

Auch Frieda Puschmanns Mutter Luise verstarb früh. „Ich war erst sieben Jahre alt“, erinnert sie sich. Die Seniorin besuchte die Volksschule in Wehdem und wurde hier auch konfirmiert. Nach dem Besuch der hiesigen Landwirtschaftsschule fand sie eine Anstellung in einem Pastorenhaushalt in Rödinghausen.

Ihren späteren Ehemann Werner lernte sie in Wehdem kennen. Er kam gebürtig aus dem Ruhrgebiet und arbeitete als Polsterer zunächst in Wehdem, später in Lemförde. „Viele unserer Verwandten sind damals nach Amerika ausgewandert“, sagt Puschmann. Sie und ihr Mann hätten stets gespart, um auch einmal nach Amerika zu reisen und alle wiederzusehen. 1968 konnten sie sich diesen Lebenstraum erfüllen.

Der zweite große Wunsch des Ehepaares, ein eigenes Haus zu bauen, ging nicht mehr in Erfüllung. 1969 verstarb Werner Puschmann im Alter von nur 53 Jahren. „Seither bin ich Witwe“, sagt die rüstige Senioren. Die Ehe sei leider auch kinderlos geblieben. Aber es gebe viele Nichten, Großnichten und auch Ur-Großnichten, die heute aus ganz Deutschland zur Feier nach Wehdem kommen. Darauf freue sie sich riesig.

Froh sei sie auch, dass sie geistig noch völlig fit sei. „Körperlich ist das leider nicht mehr so.“ Auch beim Hören und Sehen habe sie Schwierigkeiten. Darum habe sie ihr Hobby, das Handarbeiten, aufgeben müssen. Aber den morgendlichen Blick in die Tageszeitung lasse sie sich nicht nehmen, betont sie. Auch die Freizeitangebote in der Einrichtung nimmt sie gerne wahr. „Am liebsten sind mir die Gottesdienste und das gemeinsame Singen.“ Lange hat sie im Singkreis der Frauenhilfe mitgewirkt und noch heute nimmt sie regelmäßig an den Seniorennachmittagen im Wehdemer Gemeindehaus teil.

Auf die Frage, nach einem Tipp, wie man denn 100 Jahre alt wird, schmunzelt die zufriedene Jubilarin und antwort: „Wenn ich das nur wüsste.“ 

hm

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