Mitglieder des Heimatvereins Wehdem zeigen Methoden der Lebensmittel-Konservierung und alte Geräte im Heimathaus

Frische Eier für drei Monate auf Vorrat

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Frisches Brot mit selbstgemachter Marmelade und Fleischaufstrich boten die Mitglieder des Heimatvereins.

Wehdem - Schon früh war es für die Menschen wichtig, Nahrungsmittel aufbewahren und Vorräte anlegen zu können, um auch im Winter ausreichend Vorrat zu haben und sich unabhängig zu machen. Rösten, Räuchern, Salzen und das Einlegen in Öl und Honig gehörten zu den ersten Verfahren. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Methoden der Konservierung hinzu. Einen Überblick darüber boten nun die Mitglieder des Heimatvereins im Wehdemer Heimathaus.

Rund 40 Besucher ließen sich diverse Rezepte erklären und vorführen und probierten unter anderem Apfel-Minz-Konfitüre, eingekochtes Fleisch sowie Spargel- oder Löwenzahnsirup und Gurkensalat. Für letzteren hatte Regina Limpricht-Griepenstroh herkömmliche Salatgurken eingesalzen, Zwiebeln aufgekocht und Essig eine halbe Stunde auf der Herdplatte kochen lassen, bevor alles im Glas geschichtet wurde.

Schon in der Eingangstür des Heimathauses schlug den Gästen bei dem Öffnungstag anlässlich des Tags des offenen Denkmals daher ein Geruch entgegen, der viele an alte Zeiten erinnern dürfte, als in den Haushalten noch selbst eingekocht wurde. Auch Maschinen zum Sauerkraut-Stampfen standen auf der Diele des Heimathauses.

Viele Besucher nahmen nicht nur eine Kostprobe, sondern auch Anregungen für selbstgemachtes Brot und Konfitüren mit nach Hause. „Wir wollen zeigen, was man alles machen kann“, erklärte Limpricht-Griepenstroh und machte auch auf die weniger bekannten Sachen aus der Küche aufmerksam: Gulasch im Weckglas, frische Eier im Wasserglas, die sich bis zu drei Monate halten, sowie getrocknete Kräuter.

„Alles hält sich mehrere Monate – ganz ohne Konservierungsstoffe“, unterstrich die Wehdemerin. Das sei früher wichtig gewesen, denn die Leute hätten nicht wie heute in den Supermarkt gehen können, wo es immer alle Lebensmittel frisch gebe.

Während beim Aktionstag im Heimathaus die Lebensmittelkonservierung im Mittelpunkt stand, zeigten die Heimatfreunde in der Remise im hinteren Teil des Geländes alte Geräte, die für die Feldbewirtschaftung von großer Bedeutung waren. Derzeit sei das Team dabei, die Ausstellungsstücke in der Remise neu zu ordnen und zu beschriften, damit die Besucher künftig einen besseren Überblick bekämen, erklärten die Verantwortlichen.

abo

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