Mehr als 350 Helfer sorgen dafür, dass das Stemweder Open Air kostenlos bleibt

„Wir machen es umsonst“

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Ohne sie wäre das „Umsonst & Draußen Festival“ nicht denkbar: Mehr als 350 Helfer packen in jedem Jahr beim Stemweder Open Air mit an.

Stemwede - „Wir machen es umsonst – die ehrenamtlichen Helfer“ ist das Motto, das über dem 39. Stemweder Open Air Festival am Freitag und Sonnabend, 14. und 15. August, schwebt. „Mit diesem Slogan wollen wir darauf hinweisen, dass das Festival von einem Team aus mehr als 350 ehrenamtlichen Helfern getragen wird.

Sie arbeiten ohne Bezahlung, und sie sind das Festival“, sagt Klaus Riechmann, Vorsitzender des veranstaltenden Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede (JFK).

„Sie haben in fast 40 Jahren das Festival zu dem gemacht, was es ist – eines der größten und beliebtesten Umsonst und Draußen Festivals in Norddeutschland. Eine Besonderheit in der Flut von kommerziellen Festivals“, so Riechmann.

Wenn die Besucher die Musik auf der Bühne und die Atmosphäre auf dem Festival genießen, dann haben nur die wenigsten eine vage Vorstellung davon, welch einen Aufwand die ehrenamtlichen Helfer in ihrer Freizeit leisten, damit dieser grenzenlose Musikgenuss möglich ist.

Da ist die Auswahl der Musikgruppen nur ein kleiner Teil des Ganzen. In unzähligen Planungstreffen in großer und in kleiner Runde geht es darum, die Infrastruktur für solch ein Festival zu schaffen. Es müssen Camping- und Parkplätze besorgt werden, die umfangreiche Versorgung mit Strom und Wasser muss ebenso organisiert werden wie die Müllentsorgung und die Versorgung der Künstler und Mitarbeiter auf dem Festival. Darüber hinaus sind planende Gespräche mit den Ordnungsbehörden, dem Sanitätsdienst, der Polizei und der Feuerwehr notwendig, um Sicherheit, den ordnungsgemäßen Ablauf und die ärztliche Versorgung zu gewährleisten.

Es sind nicht nur die Musikgruppen auszusuchen, sondern auch Verträge zu schließen und Übernachtungen für die Künstler zu besorgen. Ebenso müssen Verpflegungsstände ausgewählt und deren Standort bestimmt werden, damit die Besucher während des Festivals gut versorgt sind. Damit die Besucher auch wissen, wann das Festival stattfindet und wer spielt, ist ein entsprechender Flyer zu erstellen, der anschließend auch noch großflächig verteilt werden muss. Dazu gehört auch der Mail-Verteiler und der Auftritt bei Facebook, mit dem die Besucher aktuell über das Festival informiert werden und die Information der Presse.

Bevor das Festival dann losgeht, müssen noch exakte Helferpläne aufgestellt und gefüllt werden, damit es an allen Stellen funktioniert. Und einige Tage vor dem Festival geht es jetzt richtig los, wenn viele Helfer schon auf den Festivalplatz strömen und überall mit anfassen.

Während des Festivals helfen dann alle. Da ist der einfache Helfer, der nur einige Stunden hilft, genauso dabei wie die ganz Aktiven, die in drei Tagen gerade mal einige Stunden Schlaf bekommen und sonst immer was zu tun haben.

Mit dem Ende des Festivals ist es noch lange nicht vorbei. Schon kurz danach trifft man sich zur Manöverkritik, um zu sehen, was gut und was schlecht gelaufen ist. Die Erkenntnisse fließen dann gleich mit in die Planungen für das 40. Stemweder Open Air Festival für das Jahr 2016 ein.

Stemweder Open Air

Stemweder Open Air Festival

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