Mehr als 200 Aktive bei den ersten Winter Games / Eröffnung mit Feuer

Olympisches Flair an der Stemweder-Berg-Schule

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Erster Schulpflegschaftsvorsitzender Holger Heidmeyer entzündete zusammen mit Schulrektorin Heike Hachmann das „olympische Feuer“ der ersten Stemweder Winter Games.

Wehdem - Julien, Vanessa, Chantal und Lehrerin Katherine Kleinert bringen sich in ihrem Viererbob in Position. Sie atmen tief ein und nehmen Anlauf. Los geht‘s! Innerhalb weniger Sekunden schlittern sie durch die Bahn, meistern dabei jede Kurve. Zugegeben, sie schlittern nicht, sondern laufen. Und ihr Bob hat keine Kufen, sondern besteht aus vier aneinander gebundenen Hula-Hoop-Reifen. Trotzdem kommt beim Bobfahren und den anderen Disziplinen der ersten Winter-Games an der Stemweder-Berg-Schule ein wenig olympisches Flair auf.

Weit mehr als 200 Kinder, Eltern, Lehrer und Gäste sind zu dem Wintersport-Ereignis am Donnerstag an den Hängen des Stemweder Bergs gekommen. Auf dem Sportplatz der Sekundarschule messen sie sich in den Disziplinen Biathlon, Curling, Bob, „Kubb“, Stiefelweitwurf, Schlamm-Hockey und in einer sogenannten Klamotten-Staffel.

Da Schnee, Eis und die nötige Ausrüstung fehlen, improvisieren die Schüler und Lehrer. Beim Biathlon ersetzen sie die Gewehre kurzerhand durch Klettbälle und die entsprechenden Gegenstücke. Beim Curling verzichten sie einfach auf das Wischen mit einem Besen und beförderten die Bälle allein durch Wurfkraft in die Mitte des Zielkreises. Selbst Schneematsch-Hockey kappt prima ohne Schnee und Matsch.

Die beliebteste Disziplin ist laut Sportlehrer Frank Detering „Kubb“, auch als „Wikinger Schach“ bekannt. Bei diesem Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander und werfen jeweils Holzklötze des Gegners strategisch um. 48 Teams haben sich für diese Disziplin angemeldet. Die Mannschaften haben sich aus den verschiedenen Ortsteilen Stemwedes gebildet.

Für die Sieger gibt es Bronze-, Silber- und Goldmedaillen, gebastelt von Lehrerin Carolin Struckmeier und ihrer Klasse. Um das zuletzt in der russischen Stadt Sotschi gesehene Bild perfekt nachzuahmen, hat Frederik Brehop aus der 10c Paletten mitgebracht, die gestapelt wie ein Siegertreppchen aussehen.

Edda Graue moderiert die Spiele. Immer wieder lässt sie auch Schüler an das Mikrofon, um zum Beispiel Komplimente für „coole“ Lehrer öffentlich zu machen. Für Musik sorgt der ehemalige Schüler Dominik Schander. Wer sich nicht sportlich beteiligen will oder eine Pause braucht, für den steht Bratwurst und Punsch bereit.

Schulleiterin Heike Hachmann ist zufrieden: „Das läuft heute total gut.“ Sie hat die Spiele mit den Vorsitzenden der Schulpflegschaft, Holger Heidmeyer und Gaby Knoll, stilecht eröffnet. Zusammen entzündeten sie ein „olympisches“ Feuer, das auch noch gegen Ende der Veranstaltung lodert.

„Die Idee zu den Winter-Games entstand am Anfang des Jahres“, erinnert sich Hachmann. Der Grundgedanke sei gewesen, dass im Winter nur wenig los sei. Die Winter-Games sollen das ändern.

Bei den Schülern kommen die Winterspiele an. So auch bei dem Vierer-Bob-Gespann mit Julien, Vanessa, Chantal und ihrer Lehrerin. Kaum im Ziel angekommen, können manche von ihnen kaum die nächste „Schlitterpartie“ abwarten.

ks

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