Enttäuschte Organisatoren

Massenkaraoke findet kaum Interesse

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Die wenigen singfreudigen Besucher hatten viel Spaß beim Karaokesingen im Dielinger Gemeindehaus. 

Dielingen - Es sollte ein Massenkaraoke werden, ein geselliges musikalisches Stell-Dich-Ein. Was vielerorts für riesige Besucherströme sorgt, war am Freitagabend in Dielingen ein Reinfall für den Veranstalter, den Verein „Raum für Gemeinde“. Nicht einmal 20 Singwillige kamen ins Gemeindehaus. „Noch nicht mal die Unkosten haben wir wieder raus“, bedauerten Vorsitzender Ewald Sandmöller und dessen Stellvertreter Norbert Voigt.

Die Idee zum Massenkaraoke hatte Martina Fangmeyer gehabt. „Gemeinsam singen, in Gesellschaft die Hits der zurückliegenden Jahrzehnte schmettern – das macht richtig Spaß“, weiß die Dielingerin aus eigener Erfahrung. „Was allerorts gut angenommen wird, sollte wohl auch in Dielingen möglich sein“, so ihre Annahme. Pustekuchen. „Dielinger hocken wohl lieber vorm Fernseher“, sagte sie sichtbar sauer. Es gehe schließlich auch um den Erhalt des Gemeindehauses, erinnerte Norbert Voigt. „Wir suchen nach Ideen, opfern unsere Freizeit, investieren Geld, um möglichst auch Geld einzunehmen, das dann in den Erhalt fließt“, sagte er fassungslos darüber, dass niemand das Bemühen wertzuschätzen schien.

Mit etwas Verspätung, in der Hoffnung, dass doch noch weitere Gäste kommen würden, startete dann die erquickende Musikveranstaltung. Der Beamer projizierte die Liedtexte auf die Leinwand – Musik und Text zum Mitsingen wie in einer richtig großen Karaoke-Bar. Ausgewählt wurden Songs wie das „Fliegerlied“ von Tim Toupet oder „Aloha he“ von Achim Reichel. Aber auch auf „99 Luftballons“ von Nena oder „Tausendmal belogen“ von Andrea Berg durften sich die singfreudigen Besucher freuen. Nicht fehlen durften auch die Hits von Helene Fischer, Drafi Deutscher, Andreas Bourani, Bryan Adams, Jürgen Drews, Howard Carpendale oder Udo Jürgens.

Freudig begrüßten die Laiensänger und -sängerinnen, letztere übrigens eindeutig in der Überzahl, die einzelnen Titel und erkannten schnell, dass manch ein Song doch recht schwierig nachzusingen ist. Mehr oder weniger talentiert wurde der richtige Ton getroffen oder nicht. Zwischendurch wurden die Kehlen mit diversen Erfrischungsgetränken geölt und anschließend der Weg für „Theo, wir fahren nach Lodz“ geebnet.

Denen, die dabei waren, wird der Abend sicher noch lange im Herzen nachklingen. Für diejenigen, die diese herrliche Veranstaltung versäumt haben, bleibt zu hoffen, dass der Verein „Raum für Gemeinde“ eine Wiederholung des Massenkaraokes organisiert. 

hm

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