Dorfgemeinschaft Oppendorf wählt und zieht Bilanz

Marion Buck übernimmt Vorsitz des Förderkreises

Marion Buck (Mitte) ist neue Vorsitzende im Förderkreis Dorfentwicklung Oppendorf. Es gratulierten der Rest des Vorstand-Teams, (v.l.) Friedhelm Köster, Klaus Wäring, Friedbert Bohne und Bianca Priesmeier-Wäring. -  Foto: Mühlke

Oppendorf - Friedbert Bohne hat vor 14 Jahren den Förderkreis Dorfentwicklung Oppendorf aus der Taufe gehoben und bekleidete seither den Vorsitz des Vereins. Während der Jahreshauptversammlung bat Bohne um Ablösung. In Marion Buck fand der Verein eine neue Vorsitzende.

Bislang war Buck stellvertretende Vorsitzende, dieses Amt übernimmt Bohne. Zufrieden mit dem Rest der Vorstandsetage, wählten die Mitglieder Schriftführerin Bianca Priesmeier-Wäring, deren Stellvertreter Friedhelm Köster und Kassierer Klaus Wäring wieder. Kassenprüfer sind Carsten Felber und Friedhelm Bohne.

„Danke“, sagte anschließend Ratsfrau Monika Lösche. „Marion Buck tritt in große Fußstapfen. Friedbert Bohne hat gut vorgelegt“, so Lösche. Sie ist sich sicher, dass Oppendorf Leute wie Bohne braucht. „Was Bohne für Oppendorf getan hat, tat er auch für Stemwede.“

Eingangs hatte Bohne die Aktionen des zurückliegenden Jahres in Erinnerung gebracht. Pflegearbeiten im Ort stehen alljährlich auf dem Plan, dazu gehört das Bepflanzen der Verkehrsinsel, Streichen von Ruhebänken, die Aktion „Saubere Landschaft“ und mehr. Das vor einigen Jahren aufgebaute Storchennest werde gut angenommen und zumeist von Jungstörchen genutzt.

Als Herausforderung sieht Bohne den Nikolausmarkt im Dorf. An dem Markt sind alle örtlichen Vereine beteiligt – die Fäden laufen beim Förderverein Dorfgemeinschaft zusammen. „Seit 15 Jahren veranstalten wir den wohl kürzesten Weihnachtsmarkt in der Region, nachmittags aufgebaut, abends wieder abgebaut“, so Bohne. Inzwischen seien die Holzhütten stark renovierungsbedürftig. „Vielleicht kann man die weihnachtliche Veranstaltung auf neue Füße stellen und frischen Wind in den Veranstaltungskalender bringen“, schlug Bohne vor.

Ziel des Fördervereins Dorfentwicklung sei von jeher die Festigung der Dorfgemeinschaft, im Verein würde jedoch der Nachwuchs fehlen. „Wir wünschen uns mehr junge Leute, die sich engagieren und aktiv mitmachen, um unseren Ort attraktiv zu gestalten“, wünschte sich der scheidende Vorsitzende.

Auf dem Terminplan ganz obenan steht die Aktion „Saubere Landschaft“ am Sonnabend, 12. April, Start ist um 13 Uhr. Alle Oppendorfer sind eingeladen. Für den 22. April ist der Dorfstammtisch im Gasthaus Bosse um 20 Uhr geplant. Eine Tagesfahrt in den Bielefelder Tierpark steht gleichermaßen auf dem Plan wie ein historisches Getreide-Erntefest im Herbst. Genaue Termine stehen noch aus.

Für Fragen rund um das Thema Flüchtlinge in Stemwede hatte der Verein Andrea Herrmann vom Arbeitskreis Asyl eingeladen, um über die aktuelle Lage in Stemwede, insbesondere in Oppendorf, zu berichten. Insgesamt würden in der Gemeinde 335 Flüchtlinge aus etwa 30 Ländern leben. In Oppendorf wohnt derzeit eine achtköpfige Familie aus dem Iran, in einer weiteren Wohnung sind acht Personen verschiedener Herkunft untergebracht und eine vierköpfige Familie mit zwei fußballbegeisterten elf- und 14-jährigen Jungen wohnt ebenfalls im Ort.

Beste Verständigungsmöglichkeiten gebe es in englischer Sprache, berichtete Herrmann. Aber einige der Flüchtlinge würden auch Deutsch sprechen und die seien stets bereit, bei der Kommunikation zu unterstützen.

Schwierig sei die ländliche Struktur für die Flüchtlinge, da weite Wege zum Einkaufen oder für Arzttermine und Behördengänge zu bewältigen seien. In größeren Städten seien die Flüchtlinge weitaus beweglicher. Rund 1 000 Kilometer würde sie jeden Monat mit dem Auto fahren, um die Flüchtlinge zu transportieren, berichtete Herrmann. „Fast alle der Flüchtlinge kaufen gerne in Espelkamp bei dem dort ansässigen Türken Lebensmittel ein“, sagte Herrmann und wünschte sich, dass mehr Autofahrer, die in diese Richtung fahren oder in irgendeiner Weise Unterstützung leisten wollen, sich im Wehdemer Life House beim Arbeitskreis Asyl melden. -  hm

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