Margarete und Heinrich Wiechering feiern diamantene Hochzeit

Auf dem Reiterfest hat es gefunkt

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Seit 60 Jahren verheiratet: Margarethe und Heinrich („Heinz“) Wichering feiern heute diamantene Hochzeit. Stolz ist das Ehepaar auf Kinder, Enkel und Urenkel. Darum hängen auch entsprechende Bilder an der Wohnzimmerwand.

Reiningen - Vier Generationen leben auf dem Hof Wichering im Dielinger Ortsteil Reiningen unter einem Dach. „Da kann nicht jeder auf seinen Kopf beharren“, sagen Margarethe und Heinrich („Heinz“) Wichering und schmunzeln. Auch für die Ehe der beiden hat sich diese Einstellung als gutes Rezept erwiesen. Seit 60 Jahren sind sie verheiratet. Heute feiern die Eheleute diamantene Hochzeit.

Kennengelernt haben die beiden sich in Niedermehnen auf einem Reiterfest. „So nahm das dann seinen Lauf“, erklärt Margarethe Wichering mit einem Augenzwinkern. Am 11. November 1955 läuteten die Hochzeitsglocken. „Wir hatten super Wetter. Die Mücken tanzten in der Sonne“, erinnert sich Heinz Wichering, der im Mai 1934 in Dielingen geboren wurde. Der landwirtschaftliche Betrieb mit heute Milchviehhaltung und Bullenmast ist sein Elternhaus. Seine Frau kommt aus Niedermehnen. Sie wurde dort im August 1933 als ältestes Kind auf dem Hof Niemeyer/Tacke geboren.

Die zurückliegenden 60 Jahre verbinden die Eheleute mit vielen guten gemeinsamen Erinnerungen. Stolz sind sie auf ihre vier Kinder, Marianne, Erhard, Martin und Anja, deren Familien und inzwischen neun Enkelkinder und zwei Urenkel. Margarethe Wichering gehört dem Sportverein an und ist Mitglied bei den Landfrauen. „Meinen Mann fragen Sie am besten, wo er nicht drin ist“, sagt die 82-Jährige und schmunzelt.

Die Liste reicht vom Sport- über den Schützenverein bis zum Gesangverein. Regelmäßig hat der Dielinger in den Vereinen auch Verantwortung im Vorstand übernommen. Lange Jahre war er im landwirtschaftlichen Kreisverband tätig und Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes. Auch in der Stemweder Kommunalpolitik war der heute 81-Jährige aktiv – wie sein Bruder Willi Wichering. Für sein Engagement hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Er habe etwas bewegen können, aber nur, weil er das Vertrauen der anderen gehabt habe, sagt Wichering.

Seine Reisen führte das Jubelpaar unter anderem in die baltischen Staaten oder in die USA. Die Terroranschläge am 11. September 2001 hat es hautnah miterlebt. „Kurz nachdem wir vorbeigefahren waren, wurde das Pentagon von dem Flugzeug getroffen“, berichtet Margarethe Wichering. Ihr Busfahrer habe sich aus verkehrstechnischen Gründen entschieden, die Rundreise andersherum zu fahren und in Washington und nicht in New York zu starten. Das sei ihr Glück gewesen.

„Wir haben eine schöne Zeit gehabt und waren zufrieden, mit dem, was wir hatten“, erklären die Eheleute, die sich Lebensfreude und Humor bewahrt haben. „Es ist schön, wenn Menschen um einen sind“, freuen sich die beiden auf die große Feier zu ihrem Ehejubiläum. Für die Zukunft wünschen sie sich Ruhe und Frieden. „Und dass wir gesund bleiben und uns selbst helfen können“, ergänzt Margarethe Wichering.

SoR

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